"Land zwischen den Meeren: Fünen und das Inselmeer"

Dokumentationsreihe von Manfred Schulz und Andrea Dorschner

Sendetermin: So, 01.11.2020, 15.00 Uhr, NDR-Fernsehen (Erstausstrahlung 60 min-Fassung)

Dänemark ist das älteste Königreich Europas. Ein fesselnder Bildermix, mal skurril, mal faszinierend, erzählt von den unzähligen Inseln, malerischen Fjorden und "hyggeligen" Orten.

Dazu amüsante Geschichten von Brückenkletterern, Lakritzkonfekt, einem fidelen Schweinswal, Grafen und ihren Schlössern, gewitzten Erfindern und schmuck restaurierten Oldtimerschiffen. Schiffe sind Teil der dänischen Kultur. Kein Land ließe sich besser mit einem Boot bereisen als dieses Königreich.

Der erste Stopp ist in Middelfart auf Fünen, der drittgrößten Insel Dänemarks. Dorthin kann man vom Festland aus in schwindelerregender Höhe über eine Brücke klettern. Wieder am Boden, kommt in Odense Fünens berühmtester Sohn um die Ecke: der Dichter Hans Christian Andersen. Er hat die Schlösser seiner Insel oft besucht. Auch die Wasserburg Egeskov, die auf einem ganzen Wald aus Eichenpfählen errichtet wurde. Denn beim Grafengeschlecht herrscht seit Jahrhunderten der Glaube daran, irgendwann einmal in der Heiligen Nacht im Wassergraben unterzugehen. Auch kulinarisch ist Fünen speziell: Hier gibt es Frischkäse aus dem Räucherofen. Und Flødeboller, Schaumküsse mit Marzipanboden, vom Chocolatier.

In Kerteminde hilft im einzigen "Tümmlerarium" der Schweinswal Freja Wissenschaftlern bei der Arbeit. In Südjütland, direkt gegenüber von Fünen, geht es schließlich um deutsch-dänische Geschichte. Das alte Herzogtum Schleswig gilt heute als europäisches Beispiel, wie aus einem Gegeneinander von Völkern ein Miteinander werden kann. Sonderborg liegt mittendrin und Flensburg gegenüber. Im Herbst segelten früher die schleswiger Bauern ihre Ernten über die Förde zum Flensburger Markt. Eine Tradition, die Schiffer beider Länder wieder aufgenommen haben, unterwegs zum Flensburger Apfelmarkt.

Von Flensburg aus geht es über die Förde in die Dänische Südsee, das Inselmeer von Südfünen. Vielerorts ist das Wasser türkisblau, Traumstrände und urgemütliche Orte machen diesen Archipel zu einem der schönsten in der Ostsee. Ærøskøbing auf der Insel Ærø gilt als am besten erhaltene mittelalterliche Stadt in Dänemark. Bunt und märchenhaft drohte sie zur Museumskulisse für Touristen zu verkümmern. Eine Hochzeitsplanerin erzählt, was sie getan hat, um ihren Heimatort wiederzubeleben. Nur ein paar Häuser weiter kreiert ein gewitzter Koch besonderes Lakritzkonfekt. Ærøs Schifffahrtsgeschichte lernt man in Marstal kennen, früher Heimat der zweitgrößten Handelsflotte Dänemarks. Ein Nachfahre der alten Reeder trommelt gerade alle auf der Insel zusammen, um die Rückkehr der berühmten Marstal-Schoner zu feiern, der wuchtigen Frachtsegler.

Auf dem Privatinselchen Svelmø ist weniger los: Nur ein Bauer tuckert dort mit seinem Traktor durchs flache Meer und versorgt eine Handvoll Insulaner. Und auf Skarø wird es süß: aus Birkensaft und Seetang wird hier "gesundes" Eis für die Singapore Airlines produziert. Der nächste Stopp ist Langeland. Von dieser Insel stammt der Entdecker des Elektromagnetismus. Ein Physiker, der auch dänische Worte erfunden hat wie beispielsweise Sommerfugl für Schmetterling. Viel älter ist die Geschichte der Grafen Ahlefeldt-Laurvig auf Langeland. Doch ohne einen Sohn wird Graf Christian der letzte Graf auf seinem Familienschloss Tranekær sein. Eine spannende Entdeckungsreise voller Überraschungen durch das Königreich Dänemark, dem Land der 1.000 Inseln, zwischen den Meeren.


Text: NDR

Fotos: © MANFRED SCHULZ TV & FilmProduktion

Produktion: MANFRED SCHULZ TV & FilmProduktion

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Siehe auch: LAND ZWISCHEN DEN MEEREN