EMAF zeigt Teile des Festivalprogramms ab 22. April 2020 auf Streaming-Seite

Das EMAF wird für die ursprüngliche Dauer des Festivals neun Filmprogramme des Internationalen Wettbewerbs auf einer eigens entwickelten Website als Stream öffentlich und kostenlos zugänglich machen.

Wie unzählige andere Kulturveranstaltungen stand auch das EMAF vor der Frage, ob und wie sich ein Festival unter den durch die Corona-Pandemie gegebenen Umständen in ein Format übersetzen lässt, das nicht nur öffentlich sichtbar, sondern auch den ausgewählten Beiträgen gerecht wird.

Als Medienkunstfestival, das neben Filmscreenings ein dichtes Programm an Ausstellungen, Talks, Performances und Workshops anbietet, ist das EMAF auf besondere räumliche und technische Bedingungen sowie Möglichkeiten zur direkten Interaktion angewiesen. Die Vielfalt an unterschiedlichen Präsentationsformen zeichnet das EMAF seit vielen Jahren aus. Schnell war klar, dass sich ein großer Teil dieser Vielfalt - insbesondere die raumbezogenen Installationen und eigens für das Festival entwickelten Performances und Talks - in diesem Jahr nicht darstellen lässt.

Filmstill: "Garden City Beautiful" (US 2019, 12:00) von Ben Balcom
Filmstill: "Garden City Beautiful" (US 2019, 12:00) von Ben Balcom

Umso mehr ist es den FestivalmacherInnen ein Anliegen, die Teile des Festivalprogramms zu präsentieren, die sich auf andere mediale Plattformen übertragen lassen. Dafür haben wurde in den vergangenen Wochen eine Website entwickelt, auf der für die ursprüngliche Dauer des Festivals (22.-26. April 2020) die neun Filmprogramme des Internationalen Wettbewerbs fast vollständig als Stream zu sehen sein werden. Das Angebot ist nicht nur auf akkreditierte FestivalbesucherInnen beschränkt, sondern öffentlich und kostenlos. Die Streaming-Seite finden Sie unter streaming.emaf.de.

Die FestivalmacherInnen bedanken sich bei den beteiligten KünstlerInnen für die große Bereitschaft, ihre Arbeiten zur Verfügung zu stellen - auch wenn sie für andere Räume, Situationen und mit anderen Formen des Austauschs im Blick konzipiert wurden. 

Auch ein Dankeschön an die Jurys, die sich bereit erklärt haben, die drei ausgelobten Preise auch unter diesen veränderten Bedingungen zu vergeben. Dazu zählen der EMAF Medienkunstpreis der Deutschen Filmkritik (VDFK), der Dialog-Preis des Auswärtigen Amtes und der EMAF Award - dotiert mit insgesamt 6.000 Euro. Die PreisträgerInnen werden am 26. April 2020 bekanntgegeben und die Filme im Kontext der kommenden Festivalausgabe im April 2021 aufgeführt.

Filmstill: "Those that Tremble as if They Were Mad" (EG/US 2018, 11:04) von Salma Shamel
Filmstill: "Those that Tremble as if They Were Mad" (EG/US 2018, 11:04) von Salma Shamel

Weiter Programme werden an anderer Stelle zu sehen sein: Das von Herb Shellenberger für den Themenschwerpunkt „First Person Plural“ zusammengestellte Filmprogramm wird in Kooperation mit dem Berwick Film & Media Arts Festival (UK) präsentiert. Diese erste Zusammenarbeit zwischen den beiden Festivals wird im Herbst 2020 stattfinden. Auch die von Jaakko Pallasvuo und Steve Reinke kuratierte Reihe „The New Death“ wird beim EMAF 2021 nachgeholt.

Darüber hinaus wird die geplanten „Study Session“ online angeboten. Dabei können sich bis zu 15 Personen in einer Zoom-Konferenz mit dem Autor Stefano Harney zum Thema „Corrupting and Sharing" austauschen. Interessierte können sich bis zum 16. April 2020 info@emaf.deunter info@emaf.de mit einem kurzen Motivationsschreiben bewerben.

Das Festival verzichtet bewusst auf einen Timetable: Alle Inhalte sind die für die gesamten fünf Tage verfügbar.