In der Region Hannover entstandene Kurzfilme feiern Preview im Künstlerhaus

v.l. Thomas Schäffer, Kai Gero Lenke, Anja Großwig und Regionspräsident Hauke Jagau
Foto: Helge Krückenberg
v.l. Thomas Schäffer, Kai Gero Lenke, Anja Großwig und Regionspräsident Hauke Jagau Foto: Helge Krückenberg

Erneut wurden zwei in Hannover entstandene Kurzfilme im Rahmen der cast&cut-Preview präsentiert. Im Kino im Künstlerhaus feierten am Donnerstagabendrund 120 Gäste mit den cast&cut-Stipendiaten Anja Großwig und Kai Gero Lenke. Für die Stipendiengeber Stiftung Kulturregion Hannover und nordmedia - Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen begrüßten Hauke Jagau, Vorstand der Stiftung Kulturregion Hannover und Thomas Schäffer, Geschäftsführer der nordmedia. Durch den weiteren Abend führte Jurymitglied und Filmregisseurin Franziska Stünkel. Sie interviewte die beiden Filmemacher und Mitglieder aus ihren Filmteams.

Von Januar bis Juni 2016 arbeitete der cast&cut-Stipendiat Kai Gero Lenke in Hannover an seinem Kurzspielfilm WAS VON DRAUSSEN KOMMT. Der Film wurde zusätzlich gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und die nordmedia. Er erhielt unlängst das Gütesiegel „besonders wertvoll“ der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW). Inhalt: Die Brüder Ben und Alex, werden mit einem verletzten Tier konfrontiert. Beiden ist klar, dass das Tier leidet und von seinen Schmerzen erlöst werden muss. Doch bringen sie es auch übers Herz? - Ein Film über Verantwortung, den Tod und das Erwachsenwerden.

Von Juli bis Dezember 2016 malte und gestaltete Anja Großwig in Hannover ihren Animationsfilm mit dem Titel BRACE. Ihr Kurzfilm zeigt eine dysfunktionale Beziehung zweier völlig gegensätzlicher Charaktere. Chaos und Ordnung, Akribie und Lässigkeit, Pedanterie und Großzügigkeit als Persönlichkeitsmerkmale stehen unvereinbar gegeneinander wie Lärm, Hektik und Wirrnis der Großstadt zu Ruhe, Geschütztheit und Kontrollierbarkeit des eigenen Heims.

Nach den beiden Filmvorführungen konnten sich die Gäste und Stipendiaten beim anschließende Get-Togehter im Saal des Künstlerhauses austauschen und bei Fingerfood und Sekt in der Branche netzwerken - gerade für die jungen Nachwuchsfilmer eine gute Gelegenheit in der Branche Fuß zu fassen und interessante neue Kontakte aus Medien, Wirtschaft und Politik zu knüpfen.

Das Kurzfilmstipendium cast&cut wird seit 2003 jährlich an zwei FilmemacherInnen aus Deutschland vergeben. Die StipendiatInnen wohnen und arbeiten für ein halbes Jahr in der Villa Minimo in Hannover. Sie erhalten eine monatliche Unterstützung sowie einen Produktionskostenzuschuss. Die Stipendiatenwohnung wird von der Firma Gundlach bereitgestellt.