Regisseurinnen verwirklichen ihre Filmprojekte in der Region Hannover

Die Regisseurinnen Constanze Wolpers und Adrianna Wieczorek erhalten das Kurzfilmstipendium cast&cut der Stiftung Kulturregion Hannover und der nordmedia - Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen. Für jeweils ein halbes Jahr sind die beiden Filmemacherinnen in Hannover zu Gast und arbeiten hier an ihren Kurzfilmprojekten.

Constanze Wolpers, *1986 in Braunschweig, aufgewachsen in Celle, studierte Kulturanthropologie/ Europäische Ethnologie und Kunstgeschichte in Göttingen und Reykjavík (Island). Anschließend studierte sie Dokumentarfilm-Regie an der selbst organisierten Filmschule filmArche in Berlin und nahm an der Professional Media Masterclass 2018/19 der Werkleitz Gesellschaft in Halle/Saale teil.

Constanze Wolpers (Foto: © NiNa Reichert)
Constanze Wolpers (Foto: © NiNa Reichert)

Neben der Arbeit an Dokumentarfilmen ist Constanze Wolpers als Produzentin, Autorin und Medienpädagogin tätig. Sie lebt und arbeitet in Leipzig und Berlin. Von Januar bis Juni 2021 ist die Regisseurin in der Stipendienstätte Villa Minimo in Hannover zu Gast. Sie arbeitet hier an einem dokumentarischen Kurzfilm über den Mord an einem 15-jährigen Eziden in Celle und den Recherchen zu diesem Mordfall.

Adrianna Wieczorek, *1995 in Myslowitz (Polen) entdeckte bereits früh ihre Leidenschaft für das Malen und Zeichnen. Nach einem Praktikum im Bereich Grafikdesign studierte sie Animation an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Seit ihrem Abschluss 2020 arbeitet sie freiberuflich als Regisseurin und Animatorin. Bereits ihr Vordiplom-Film "Mara" lief auf inter-nationalen Festivals. Ihr Abschlussfilm "Winter Colours" wurde mit dem "Prädikat Wertvoll" der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW) ausgezeichnet und wird in diesem Jahr seine Premiere feiern.

Adrianna Wieczorek (Foto: © Dolunay Goerduem)
Adrianna Wieczorek (Foto: © Dolunay Goerduem)

Von Juli bis Dezember 2021 ist Adrianna Wieczorek in Hannover zu Gast. Hier möchte sie einen Animationsfilm über die Geschichte des Kohlebergbaus in ihrer Heimatstadt Katowice verwirklichen und neben dem Generationenwechsel auch den Klimawandel thematisieren.

Das cast&cut-Stipendium bietet für junge FilmemacherInnen attraktive Leistungen. Es beinhaltet einen monatlichen Geldbetrag, einen Projektkostenzuschuss in Höhe von 20.000 Euro und Sponsorenleistungen über den Zeitraum eines halben Jahres. Das Wohnungsunternehmen Gundlach stellt den StipendiatInnen ein möbliertes Appartement in der Villa Minimo in Hannover-List zur Verfügung. 

Das in Deutschland einzigartige Kurzfilm-Stipendium wird seit 2003 erfolgreich vergeben. Bislang waren 37 StipendiatInnen aus ganz Deutschland in Hannover zu Gast und haben in der Region ihren cast&cut-Kurzfilm gedreht. Viele Filme wurden auf internationalen Festivals (u.a. Cannes, Clermont-Ferrand, Oberhausen) und auch im Fernsehen gezeigt, einige erhielten namhafte Preise u.a. auch den Deutschen Kurzfilmpreis in Gold.