"Amerikas Naturwunder: Gates of the Arctic"

Dokumentation von Uwe Anders

Sendetermin: Mi, 10.04.2019, 20.15 Uhr, NDR-Fernsehen

Nordalaska: menschenleer und unzugänglich, wie kaum ein anderes Gebiet der Erde. In den Bergen der Brooks Range liegt der Nationalpark Gates of the Arctic - keine Häuser, keine Straßen, nicht einmal Wanderwege gibt es. Gerade einmal tausend Besucher verirren sich jährlich hier her.

Die Mehrzahl der Touristen zieht es hingegen in den Denali-Nationalpark, um Nordamerikas höchsten Berg, den Mount McKinley zu sehen, oder an die Brooks-Wasserfälle, wo riesige Grizzlybären nach Lachsen fischen. So spektakulär es auch erscheinen mag, das Gefühl in der Wildnis zu sein, bleibt da eher auf der Strecke. Ganz anders im Nationalpark Gates of the Arctic, wo Eisbären, Karibus und Moschusochsen beheimatet sind.

Über 34.000 Quadratkilometer weglose und unberührte Wildnis, fernab von jeglicher Zivilisation: Das ist der Nationalpark Gates of the Arctic. Er ist Teil einer Reihe von Schutzgebieten: Nach Norden öffnet sich der Nationalpark in eine gigantische Ebene, die bis zur arktischen Küste Alaskas reicht. Dort verbringen Eisbären den Sommer und warten auf das Zufrieren des Nordpolarmeeres. Im Westen erstreckt sich der Kobuk-Valley-Nationalpark mit seinen einzigartigen arktischen Sanddünen.

Riesige Karibuherden durchqueren diese Region. Die Größte ist die Western Arctic Herd mit circa 300.000 Tieren. Sie halten sich bevorzugt in den Ebenen nördlich der Brooks Range auf, in der sogenannten North Slope. Keine Straßen, keine Wanderwege und keine Schutzhütten - der Nationalpark Gates of the Arctic macht es Besuchern nicht gerade leicht, ihn zu erkunden.

Es ist eine Welt, die weitgehend ohne Menschen existiert. Grizzlybären leben hier so ungestört wie sonst nirgends. Nahrung für sie ist allerdings knapp und weit verteilt. Nur an wenigen Stellen versammeln sich im Spätsommer einige Bären, um Lachse zu fangen. Weit entfernt vom Meer sind es allerdings deutlich weniger Fische als an den Brooks Falls im Süden Alaskas.

Das Klima in Nordalaska ist extrem. Der Winter ist lang und bitterkalt. Tiere brauchen eine sehr spezielle Anpassung, um zu überleben. Meisterhaft haben das die Arktischen Ziesel gelöst: Sie sparen Energie, indem sie im Winterschlaf ihre Körpertemperatur unter den Gefrierpunkt absenken - einmalig für ein Säugetier.

Text: ARTE

Fotos: © NDR/NDR Naturfilm/doclights/Uwe Anders

Produktion: Uwe Anders Video Production für NDR Naturfilm / Doclights GmbH in Koproduktion mit NDR, ARTE, ORF, National Geographic Channel

Weitere Sendetermine: Mi, 27.05.2015, 19.30 Uhr, ARTE (Erstausstrahlung); Sa, 30.05.2015, 16.20 Uhr, ARTE; Sa, 13.06.2015, 12.00 Uhr, ARTE; Mi, 24.02.2016, 20.15 Uhr, NDR-Fernsehen; Do, 25.02.2016, 11.30 Uhr, NDR-Fernsehen; ; Mi, 24.05.2017, 18.35 Uhr, ARTE; Sa, 27.05.2017, 15.55 Uhr, ARTE; Mo, 05.06.2017, 19.15 Uhr, ARD; Di, 06.06.2017, 04.45 Uhr, ARD; Mi, 14.06.2017, 08.40 Uhr, ARTE

Gefördert mit Mitteln der nordmedia - Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH.

Siehe auch: AMERIKAS NATURWUNDER - GATES OF THE ARCTIC