"Der Luther-Code (1): Sprung in die Freiheit"

Dokumentationsreihe von Alexandra Hardorf und Wilfried Hauke

Mediathek: Online verfügbar bis 29.12.2021, 09.20 Uhr, ARD Mediathek

Neue Weltsichten und nicht eine Erneuerung des Glaubens haben Martin Luther und die reformatorische Bewegung vor 500 Jahren angestoßen. Unser heutiges Selbstverständnis und unser Bild von der Welt gründen wesentlich auf den Folgen der Reformation und den Errungenschaften der Renaissance im 16. Jahrhundert. Die Reihe DER LUTHER-CODE fragt: Wie ist der moderne Mensch entstanden? Und ist er vorbereitet, die Zukunft zu meistern? Oder brauchen wir noch eine weitere Reformation, eine weitere Neuerfindung der Welt? 500 Jahre nach der Reformation stellt die Dokumentationsreihe die Fragen, die auch damals schon die Menschen beschäftigt haben. Junge Genforscher, Astrophysiker, Aktivisten, Blogger und Unternehmer - alle herausragenden Vertreter der Generation Y - geben Antworten.

Mit 95 Thesen hat Martin Luther vor 500 Jahren eine Erneuerung des Glaubens und eine Revolution des Wissens ausgelöst und das Tor zur Zukunft weit aufgestoßen. Unser heutiges Bild der Welt gründet ganz wesentlich auf den Folgen der Reformation und den Errungenschaften der Renaissance im 16. Jahrhundert. Die Moderne ist entstanden, weil der Mensch sich damals plötzlich gefragt hat: "Wer bin ich eigentlich - und was ist meine Rolle in der Welt? Was kann ich tun - und an was soll ich glauben?" Heute stehen wir erneut inmitten einer Zeitenwende von epochalem Ausmaß: Die Globalisierung und die digitale Revolution arbeiten sich in kaum vorstellbarer Geschwindigkeit an fast allem bis dahin Gültigen ab - und wieder scheint nichts mehr so zu sein, wie es war. Die aufregende Entdeckungsreise des "Luther-Codes" beginnt im 15. Jahrhundert: Der Mensch steht noch ganz unter dem Einfluss von Kirche und Gott. Doch die Reformation und die Errungenschaften der Renaissance eröffnen neue Horizonte - es kommt zum Urknall des freien Denkens.

In die Geschichten von Martin Luther, Johannes Gutenberg und Leonardo da Vinci verweben sich die Biografien, Weltanschauungen und Träume von Vertretern der sogenannten Generation Y. Es sind junge Menschen, die in den 80er und 90er Jahren geboren wurden und die angetreten sind, heute unsere Welt neu zu gestalten. Menschen wie Regina Catrambone, die gemeinsam mit ihrem Mann, ihrer Tochter und ihrem eigenen Schiff Flüchtlinge aus dem Mittelmeer rettet. Oder Carolina Costa, die eine moderne, eine freche Kirche vertritt, die Menschen unterschiedlicher Religionen eine Plattform bietet. Sie sagt: "Religion interessiert die Menschen. Man muss nur die richtige Form finden."

500 Jahre nach der Reformation stellt DER LUTHER-CODE die Fragen, die auch damals schon die Menschen beschäftigt haben. Nur sind die Protagonisten jetzt junge Genforscher, Astrophysiker, Aktivisten, Blogger und Unternehmer - alle herausragende Vertreter der Generation Y. In ihre Antworten montieren die Autoren aufwendig inszenierte filmische Porträts berühmter Persönlichkeiten der letzten 500 Jahre, die in ihrer Zeit die Welt neu erfunden haben.  Unter ihnen befinden sich Jan Hus, Johannes Kepler, Paul Julius Reuter, Bertha von Suttner, Albert Einstein - und Martin Luther. DER LUTHER-CODE schließt so 500 Jahre Geistesgeschichte kurz, um deren Essentials freizulegen. In den sechs Episoden wird deutlich, dass auch die digitale Revolution auffällig auf einen humanistisch-reformatorischen Wertekanon zurückgreift, in dessen Zentrum Verantwortung und Nachhaltigkeit stehen. Auslöser: die Reformation.

Text: ARTE

Fotos: rbb/SWR/RB / © EIKON-Media

Produktion: Eikon Media GmbH, Berlin in Zusammenarbeit mit ARTE in Koproduktion mit: rbb, Radio Bremen, SWR und Deutsche Welle

Weitere Sendetermine: Sa, 29.10.2016, 20.15 Uhr, ARTE (Erstausstrahlung); So, 11.06.2017, 23.50 Uhr, ARTE; Di, 31.10.2017, 09.45 Uhr, Phoenix; Mi, 29.09.2021, 09.20 Uhr, hr-Fernsehen

Förderung: nordmedia - Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH; MFG Baden-Württemberg

Siehe auch: DER LUTHER-CODE