"Gottfried Wilhelm Leibniz - Auf der Suche nach der Weltformel"

Szenische Dokumentation von Holger Preuße

Sendetermine: Fr/Sa, 10./11.04.2020, 02.10 Uhr, ARTE; Mi, 30.11.2016, 22.00 Uhr, ARTE (Erstausstrahlung); So, 22.03.2020, 06.00 Uhr, ARTE

Im November 2016 jährt sich der Todestag von Gottfried Wilhelm Leibniz zum 300. Mal. Er war Philosoph, Mathematiker, Historiker, Diplomat, Jurist und vieles mehr. Leibniz gilt als das letzte Universalgenie. Seine Entdeckungen und die Revolutionierung des Zahlensystems haben Computer, Internet und soziale Netzwerke erst möglich gemacht. Die Dokumentation macht sich auf die Suche nach dem Menschen Leibniz und holt ihn immer wieder in unsere Gegenwart.

Die visionäre Kraft zum Guten für „die beste aller möglichen Welten”, wie Leibniz sie beschreibt, hat ihn zeitlebens angetrieben. Ohne seine grundlegenden Überlegungen zum binären Zahlensystem, von Null und Eins, und der Infinitesimalrechnung wären die Online-Imperien von Google und Facebook vermutlich nicht möglich. 300 Jahre vor einer globalisierten Kommunikation und lange vor Facebook und Instagram hatte Leibniz „Freunde” in aller Welt - mehr als 1.300 Briefpartner. Für den Kulturwissenschaftler Joseph Vogl von der Humboldt-Universität zu Berlin hatte Leibniz' Arbeitsweise etwas von einer „informationsverarbeitenden Maschine”.

In Hannover, wo Leibniz 40 Jahre lang am Hof des Herzogs als Bibliothekar und Berater tätig war, liegt ein Großteil seines Nachlasses. Leibniz hat in seinem Leben so viel geschrieben, dass bislang nur ein Teil der insgesamt 200.000 Seiten erfasst und herausgegeben wurde. Voraussichtlich erst im Jahr 2055 wird alles ediert sein.

Wer war dieser Gottfried Wilhelm Leibniz, der von sich selbst sagte: „Wer mich nur aus meinen veröffentlichten Schriften kennt, der kennt mich nicht”? Der Film macht sich auf die Suche nach dem Menschen Leibniz. Die Dokumentation porträtiert das Genie Leibniz in seiner Zeit und holt ihn immer wieder in unsere Gegenwart. Dabei kommen unterschiedliche Personen zu Wort, deren Arbeit ohne Leibniz nicht denkbar wäre.



Text: ARTE

Fotos: ZDF / © Holger Preuße

Produktion: Heidefilm GmbH

Gefördert mit Mitteln der nordmedia in Niedersachsen und Bremen.

Siehe auch: GOTTFRIED WILHELM LEIBNIZ