"Yalda - Nacht der Vergebung"

Spielfilm von Massoud Bakhshi

Sendetermin: Mi, 22.02.2023, 22.55 Uhr, ARTE (Erstausstrahlung); Mediathek: Online verfügbar vom 22.02.2023 bis 28.02.2023, arte.tv

Die junge Maryam wurde zum Tode verurteilt, da sie Naser, ihren 40 Jahre älteren Ehemann auf Zeit, ermordet haben soll. Im Laufe einer populären Live-Fernsehshow erhält sie die Gelegenheit, Mona, der einzigen Tochter des Opfers, gegenüberzutreten und diese um Vergebung zu bitten. Nur wenn Maryam Erfolg hat und auch das Publikum ihr wohlwollend gestimmt ist, entkommt sie der Todesstrafe. In Maryams Schicksal spiegeln sich die tief verwurzelten patriarchalen Strukturen der iranischen Gesellschaft auf erschreckende Weise wider:

Die Kameras und Scheinwerfer sind auf Position, die letzten Sekunden des Intros ziehen vorbei. Dann geht die iranische Fernsehshow DIE FREUD DER VERGEBUNG live auf Sendung - am Yalda-Feiertag, der persischen Wintersonnenwende und längsten Nacht des Jahres. An diesem Abend ist Maryam zu Gast, eine zum Tode verurteilte junge Frau. Ihr gegenüber sitzt Mona, die immer wie eine große Schwester für sie war. Maryam hat mit Monas Vater Naser in einer Zeitehe gelebt. Jetzt ist sie des Mordes an ihm angeklagt.

Vor laufenden Kameras und einem Millionenpublikum muss Maryam versuchen, die Tochter des Verstorbenen um Vergebung zu bitten und sie von ihrer Unschuld zu überzeugen - ihre letzte Chance, um der Todesstrafe zu entgehen.

Die Sendung ist spannungsreich gestaltet: Anwälte und Verteidiger beider Seiten, Familienangehörige und psychologische Berater kommen zu Wort. Dramatische Einspieler rekonstruieren die Ereignisse, die zum Tod des Ehemanns führten und geben Einblicke in Maryams Leben, um sie besser kennenzulernen und einschätzen zu können. Regelmäßige Werbeunterbrechungen und Showeinlagen dienen der Unterhaltung.

Mona scheint unerbittlich, während Maryam versucht, sie von ihrer Unschuld an Nasers tödlichem Sturz zu überzeugen. Doch wie sich zeigt, halten der aalglatte Moderator und sein Fernsehshowteam für Maryam an diesem schicksalhaften Abend noch die ein oder andere Überraschung parat. Wird es der jungen Angeklagten am Ende gelingen, ihrer Todesstrafe zu entgehen?

YALDA war unter anderem für den Amnesty-International-Filmpreis auf der Berlinale 2020 nominiert und erhielt im Rahmen des Sundance Film Festivals 2020 den Grand Jury Prize im World Cinema Dramatic Competition.

Text: ARTE

Fotos: © Julian Atanassov/JBA Production/Niko Film/ZDF/arte



Produktion: JBA Production in Koproduktion mit NiKo Film, Close Up Films, Amour Fou Luxembourg, Shortcut, Tita B Productions, Ali Mosaffa Productions, ZDF/ARTE, RTS, VOO-BE TV

Förderung: FFA - Mini-Traité; nordmedia - Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH; Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH; Eurimages; Centre National du Cinéma et de l'Image Animée; Tita B − Conseil Régional de Bretagne; Pictanovo - Tourcoing; Torino Film Lab; Cinéforom; Office fédéral de la culture; Radio Télévision Suisse; Cineworld - Film Fund Luxembourg



Siehe auch: YALDA