"Mein Vater, die Wurst"

Familienfilm von Anouk Fortunier

Mediathek: Online verfügbar bis 25.02.2023, 19.30 Uhr, ARD Mediathek; Sendetermin: Fr, 25.11.2022, 19.30 Uhr, KiKA  (Erstausstrahlung)

Zoë (11) hat eine etwas sonderbare, aber durchaus liebenswerte Familie. Während ihre Mutter Veronique (42) als Handelsvertreterin der familiengeführten Schokoladen-Fabrik um die Welt reist und nur selten zu Hause ist, arbeitet ihr Vater Paul (42) in einer Bank. Ihre ältere Schwester Fien (15) ist eine echte Streberin und ihr Bruder Kas (17) glaubt die Welt steht kurz vor dem Untergang und will jederzeit für alle Eventualitäten gewappnet sein.

Zoë hat gerade die Schule gewechselt und sie fühlt sich dort wie ein Chamäleon im Dschungel - unsichtbar und umgeben von wilden Raubtieren. Ihr fällt es schwer neue Freundschaften zu knüpfen und ihre Familie ist auch keine wirkliche Hilfe. Deswegen hat sie aufgehört zu sprechen.

Als ihr Vater eines Abends ganz aufgewühlt nach Hause kommt und seinen Kindern verkündet, dass er seinen Job hingeworfen hat und Schauspieler werden möchte, können Zoe und ihre Geschwister es nicht glauben. Während Fien überzeugt ist, dass ihr Vater einen Burnout erlitten hat und Kas glaubt, er sei komplett verrückt geworden, glaubt nur Zoë an den Traum ihres Vaters.

Aber was wird wohl ihre Mutter sagen, wenn sie von ihrer Geschäftsreise zurückkehrt?  Auch Zoës Mutter fällt aus allen Wolken, als sie von den Neuigkeiten erfährt. Wie sollen sie nun den Kredit für das Haus abbezahlen? Paul ist sich sicher, dass er Arbeit als Schauspieler finden wird und die Familie nicht auf sein Einkommen verzichten muss. Und weiß sie denn nicht mehr, wie gut er damals als Romeo war, als die beiden mit 17 gemeinsam bei einer Schulaufführung auf der Bühne standen?

Zoës Mutter kann nicht glauben, dass er es ernst meint, will aber keinen Streit anzetteln. Doch dann stehen Zoës Großeltern vor der Tür. Der Vater ihrer Mutter, Zoës Großvater und Inhaber der Schokoladenfabrik, ist alles andere als begeistert als herauskommt, dass Zoës Vater eine Schauspielkarriere anstrebt. Als er auch noch eine peinliche Darbietung seiner schauspielerischen Künste direkt am Esstisch abliefert, zweifelt der Großvater an der Zurechenbarkeit seines Schwiegersohns. Der Abend eskaliert in einem Streit.

Schließlich hat Paul eine Idee: Er will sich eine Auszeit nehmen, um seinen Traum zu verwirklichen. Wenn er es in der Zeit nicht schafft, als Schauspieler erfolgreich zu sein, geht er zurück zu seinem alten Job in der Bank.

Die Wochen vergehen und auch wenn Zoës Vater eifrig an seiner Schauspielkarriere arbeitet und regelmäßig bei Castings vorspricht, schafft er es einfach nicht eine Rolle zu ergattern. Aber zurück zu seinem Job in der Bank will Paul auf gar keinen Fall. Nach einem Zwischenfall in ihrer Schule, schlägt ihr Vater vor, dass Zoë sich ein paar Tage „frei nehmen“ könne, um ihn zu seinen Vorsprechen zu begleiten. Als sie ihn dort sieht, merkt sie, wie aufgeregt er ist und dass er dringend Unterstützung braucht. Also probt Zoë nun gemeinsam für die Vorsprechen mit ihm und schließlich landet ihr Vater doch noch eine Rolle. Als Zoës Mutter aber erfährt, dass sie die Schule geschwänzt und ihr Mann als riesige Wurst in einem Werbeclip auftauchen soll, steht die Beziehung der Eltern auf der Kippe und es liegt an Zoë gemeinsam mit der Unterstützung ihrer Geschwister alles zum Guten zu wenden.

Text: KiKA

Fotos: © NDR/Kris Dewitte

Produktion: A Private View in Koproduktion mit The Film Kitchen, Leitwolf Filmproduktion GmbH

Förderung: nordmedia - Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH; Eurimages; Creative Europe MEDIA; VAF; Netherlands Film Fund

Siehe auch: MEIN VATER, DIE WURST