"Spionieren für den Artenschutz"

Reportage von Anja Schlegel

Mediathek: Online verfügbar bis 15.11.2022, 18.15 Uhr, ARD Mediathek

Stundenlange Feldbeobachtungen und einzelne Wildtierkameras reichen Vogelkundler Arne Torkler und Artenschützer Joachim Neumann nicht mehr aus. Sie gehen neue Wege und rücken einigen Wildtieren und Vögeln im Norden mit moderner Technik auf die Pelle. Ihr Ziel: bedrohte Arten noch besser zu schützen. Denn die wirklich spannenden Sachen passierten bislang oft, wenn gerade keiner hinguckte.

Vogelkundler Arne Torkler steht vor einem Rätsel: Obwohl der Schwarzstorch seit Jahren wieder in Niedersachsen heimisch ist, geht der Bestand trotz Schutzmaßnahmen zurück. Fressfeinde? Nahrungsmangel? Zu wenig geeignete Flächen?

Mit dem Artenschützer Joachim Neumann hat Torkler über 50 Kameras, oft in schwindelerregender Höhe, in Wald und Feld im Norden installiert mit Erlaubnis von Landesforsten und Naturschutzbehörden. Seitdem funken die Projektkameras ununterbrochen hochauflösende Bilder auf Arne Torklers Handy. Der kann 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche reagieren und eingreifen, bevor sich eine tierische Familientragödie anbahnt.

Im NABU-Artenschutzzentrum Leiferde setzt Bärbel Rogoschik Kameras ein, um zum Beispiel Wildkatzen, die über Monate in der Station aufgepäppelt wurden, einen sanften Neustart in die freie Natur zu ermöglichen.

Mit Hightech im Wald gelingen ungewöhnliche, ganz private Einblicke in die "gute Stube" seltener Tierarten.  Die Reportage zeigt spektakuläre Aufnahmen aus dem Zusammenleben von Schwarzstorch & Co. und begleitet Artenschützende in Niedersachsen, die ganz praktisch und oft mit hohem Einsatz helfen.

Text: NDR

Fotos: © NDR/Zentralfilm/Marc Henze

Produktion: Zentralfilm

Weitere Sendetermine: Mo, 15.11.2021, 18.15 Uhr, NDR-Fernsehen (Erstausstrahlung); Mi, 17.11.2021, 11.30 Uhr, NDR-Fernsehen

Gefördert mit Mitteln der nordmedia - Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH.

Siehe auch: SPIONIEREN FÜR DEN ARTENSCHUTZ