"Land zwischen Belt und Bodden: Von der Trave bis Hiddensee"

Dokumentation von Manfred Schulz

Sendetermin: Do, 28.12.2017, 14.30 Uhr, NDR-Fernsehen

Die Küsten der Ostsee mit ihren flachen Inseln, sandigen Haken, Windwatten und Lagunen sind vom Wasser zerrissen und unaufhaltsam in Veränderung. Mittendrin: lebendige Häfen, mittelalterliche Backsteinstädte und Menschen, deren Leben und Geschichten geprägt sind vom Meer. Dieser Film ist eine spannende Entdeckungsreise über Wasser und Land von der Bierstadt Wismar aus über das älteste Seebad Heiligendamm, den größten deutschen Kreuzfahrthafen Warnemünde und die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst bis hin zur autofreien Insel Hiddensee.

Abstecher gibt es in die atemberaubende Natur des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft mit Dünen, vom Sturm gebückten Kiefern und Kranichen. Weiter geht es zur Hanse und ihren Koggen und auf See hinaus, wo Wissenschaftler daran tüfteln, dass Plattfische künftig durchs Netz der Fischer entwischen können. In Rerik wird das Geheimnis gelüftet, wie das Salzhaff zu seinem Namen kommt. Ganz in der Nähe, in Kühlungsborn, steht ein grauer Zeitzeuge: der letzte Ostseegrenzturm der untergegangenen DDR. Welche Rolle spielte er früher? Und warum ist es gut, dass er noch heute dort steht? In Heiligendamm geht es noch weiter zurück in die jahrhundertealte Geschichte der Region, als der mecklenburgische Großherzog von seinem Leibarzt zum Bade in die kalte Ostsee geschickt wurde.

Auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst laden in Ahrenshoop Künstler in ihre Ateliers, während die Masken-Bastler aus Born schon auf den nächsten Winter warten. Im Sommer schlagen sie mit großem Spektakel und hoch zu Ross die Heringstonnen ab. Und woher stammen eigentlich die "Darßer Türen"? Natürlich gibt es im Film auch Zeesboote zu sehen. Das Fischen damit hat Tradition in Mecklenburg-Vorpommern so wie das Regatta-Segeln. Auf Hiddensee fallen die Hausmarken der alten Inselfischer ins Auge, auch der Dornbusch mit seinem Leuchtturm und das Haus von Gerhard Hauptmann. Der Schriftsteller hatte sich vor 130 Jahren in die kleine, damals einsame Insel verliebt. Vor allem wohl der Küstenlandschaft wegen, die die Ostsee mit ihrer gewaltigen Natur unentwegt neu formt. Durch die grandiosen Luftbilder des Films könnte man meinen, dem Meer bei dieser Arbeit zusehen zu können.

Text: NDR

Fotos: © NDR/Manfred Schulz TV & Film

Produktion: Manfred Schulz TV & Film

Weitere Sendetermine: So, 01.05.2016, 20.15 Uhr, NDR-Fernsehen (Erstausstrahlung 90 Minuten-Fassung); Mo, 02.01.2017, 20.15 Uhr, NDR-Fernsehen

Gefördert mit Mitteln der nordmedia in Niedersachsen und Bremen.

Siehe auch: LAND ZWISCHEN BELT UND BODDEN