23. Internationales Bremer Filmsymposium - Grenzüberschreitendes Kino

25. bis 29. April 2018, CITY 46

THE WORLD (Shijie, Jia Zhangke, CHI 2004) © Archiv
THE WORLD (Shijie, Jia Zhangke, CHI 2004) © Archiv

Das 23. Internationale Bremer Symposium zum Film lädt Fachleute und Interessierte ein, um über die Bedeutung von Grenzen in politischen, sozialen und ästhetischen Zusammenhängen sowie ein grenzüberschreitendes Kino nachzudenken. Jüngste Ereignisse in Politik und Zeitgeschehen geben der internationalen Grenzpolitik ein neues Gewicht. Das Verhältnis zur Rekonstitution und Überschreitung von Grenzen wird medial in ein anderes Licht gerückt. Ein Vorgang, den es zu befragen gilt.

Von seinen Anfängen bis in die Gegenwart scheint das Kino ein prädestiniertes Medium zu sein, Grenzüberschreitungen zu inszenieren, zu reflektieren, zu dokumentieren - und auf diese Weise Grenzpraktiken mitzugestalten oder Grenzen neu auszuhandeln. Das grenzüberschreitende Kino durchzieht die unterschiedlichsten Formen wie Hollywoodfilm, Dokumentarfilm, Autorenfilm, Essayfilm etc. Thematische Schwerpunkte sind neue Formen des kosmopolitischen Kinos, die Grenzen Europas, die Grenzen Amerikas sowie Genre-Grenzen.

BEST OF LUCK WITH THE WALL (Josh Begley, USA 2016) © Archiv
BEST OF LUCK WITH THE WALL (Josh Begley, USA 2016) © Archiv

Das Bremer Symposium zum Film verbindet ausgewählte Filmvorführungen mit Publikumsdiskussionen und Vorträgen von internationalen Wissenschaftler*innen. Mit seiner Mischung aus Filmkultur und Forschung bringt das Symposium seltene Filme in aufbereiteter Kontextualisierung nach Bremen und spricht sowohl Fachbesucher*innen als auch das Bremer Filmpublikum an.

Das Internationale Bremer Symposium zum Film wird seit über 20 Jahren erfolgreich in Kooperation des CITY 46 / Kommunalkino Bremen e.V. und der Universität Bremen veranstaltet. Seit 2002 unterstützt die nordmedia - Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH das Projekt.

LES SAUTEURS (Those who Jump, Moritz Siebert, Estephan Wagner, Abu Bakar Sidibé, DK 2016) © 
Arsenal
LES SAUTEURS (Those who Jump, Moritz Siebert, Estephan Wagner, Abu Bakar Sidibé, DK 2016) © Arsenal

Zu Gast sind die Film- und Medienwissenschaftler*innen Kathrin Rothemund und Matthias Christen (Bayreuth), Camilla Fojas (Virginia) und Laura Rascaroli (Cork). In vier transdisziplinären Diskussionsforen werden weitere 14 Wissenschaftler*innen ihre Forschungsperspektiven auf die Thematik präsentieren.

Neben zwei kuratierten Kurzfilmprogrammen werden Raritäten des internationalen Kinos quer durch die Filmgeschichte jeweils mit einer Einführung gezeigt: u.a. der Stummfilm RAMONA (von D.W. Griffith, USA 1910), der Arbeiterfilm REDES (Netze, Fred Zinneman, Emilio Gómez Muriel, MEX 1936), das Diskriminierungsdrama NOTHING BUT A MAN (Michael Roemer, USA 1964), der politische Thriller EL NORTEe (Der Norden, Gregory Nava, USA 1983), der Spielfilm THE  WORLD (Jia Zhangke, CHI 2004), der Dokumentarfilm SACRO GRA (Das andere Rom, Gianfranco Rosi, IT 2013), der Coming-of-Age-Film BANDE DES FILLES (Mädchenbande, Céline Sciamma, F 2014), sowie das experimentelle Filmereignis LES SAUTEURS (Those Who Jump, Moritz Siebert, Estephan Wagner und Abou Bakar Sidibé, DK 2016).

BANDE DE FILLES (Mädchenbande, Céline Sciamma, F 2014) © Peripher
BANDE DE FILLES (Mädchenbande, Céline Sciamma, F 2014) © Peripher

Ein Rahmenprogramm ergänzt die Filmvorführungen. Dazu gehören eine interaktive Virtual-Reality-Installation in Kooperation mit dem IRIS (International Research Centre for Interactive Storytelling), Leeds und der Leeds Trinity Universität, UK und die von dem Kulturzentrum Schlachthof e.V. initiierte Migrationsausstellung „100 Faces - 100 Stories“. Die Ausstellung ist vom 24. April bis zum 13. Mai 2018 im CITY 46 zu sehen.

Weitere Informationen: www.city46.de