FIREABEND Summerspecial in Bremen

Games-Netzwerkevent am 2. August 2019 in der Union Brauerei Bremen

FIREABEND Summerspecial in Bremen
FIREABEND Summerspecial in Bremen

Am 2. August 2019 trafen sich etwa 60 Branchenakteure der Games- und Entwicklerszene aus Niedersachsen und Bremen in der Union Brauerei Bremen zur Netzwerkveranstaltung FIREABEND Summerspecial.

Roman Winkler, Förderreferent TV und Games, und Anna Weisenberger, Consultant/Coach vom APITs Lab, begrüßten die Gäste der neu entflammten Bremer Ausgabe der Games-Eventreihe. Sie gaben einen Überblick zu den Angeboten der nordmedia - von der Gamesförderung über Workshops bis hin zu Vorträgen zu den Themen Serious Games, Gamification und deren Anwendung in der Wirtschaft. Als kommende größere Projekte und Veranstaltungen wiesen sie auf den Niedersachsen-Stand auf der gamescom und die APITs Lab Anwenderkonferenz hin.

Anschließend übergaben sie das Wort an die drei Speaker: Jan Theysen (KING Art GmbH) , Tim Jacksteit (timjack.artstation) und Alessandro Bünnagel (Bremen eSports).  

‚Next Gen & Beyond - Wohin geht die Reise für Gamer und Gamesbranche?‘

Jan Theysen (KING Art GmbH): ‚Next Gen & Beyond - Wohin geht die Reise für Gamer und Gamesbranche?‘
Jan Theysen (KING Art GmbH): ‚Next Gen & Beyond - Wohin geht die Reise für Gamer und Gamesbranche?‘

Jan Theysen, CEO der KING Art GmbH, machte den Anfang und diskutierte in seinem Vortrag diese Fragen: Was setzt sich in der Gamesbranche langfristig durch? Was ist ein Hype und was kann nachhaltig funktionieren und erfolgreich sein?
Theysen setze dabei auf eine Formel, deren wichtigste Variabel der Komfort sei. „Der Komfort muss mindestens genauso gut sein, wenn nicht sogar besser. Ohne besseren Komfort kann das neue Produkt nicht erfolgreich sein". Aber nur, weil sich etwas nicht langfristig durchsetzt, heiße das nicht, dass es nicht trotzdem wirtschaftlich interessant sein könne. Man solle sich dennoch mit neuen Techniken beschäftigen. Virtual Reality sei nach Theysen kein erfolgsversprechender Ersatz für bereits vorhandene Spieleerfahrungen, jedoch aber interessant für neue Services oder Experiences.
KING Art ist ein Entwicklerstudio aus Bremen mit über 40 Angestellten und zahlreichen Freelancern. Das Team arbeitet genre- und plattformunabhängig und ist international tätig.

‚Freelancer in der Gamesbranche: How to get started’

3D-Artist Tim Jacksteit: ‚Freelancer in der Gamesbranche: How to get started’
3D-Artist Tim Jacksteit: ‚Freelancer in der Gamesbranche: How to get started’

Tim Jacksteit - timjack.artstation - ist ein 3D-Artist aus Hannover. Beim FIREABEND gab er einen Einblick in sein Arbeitsleben als Freelancer in der Gamesbranche. Dabei sprach er über die Vor- und Nachteile der Selbstständigkeit und gab den interessierten ZuhörerInnen praktische Tipps auf den Weg. Um seiner Leidenschaft zu folgen und seinen Arbeitsalltag sinnerfüllend zu gestalten, fasste Tim Jacksteit im Jahr 2015 den Entschluss, auf selbstständiger Basis im Gaming-Bereich zu arbeiten. Zuvor war er bereits als 3D-Generalist und Designer für Games und im Marketing tätig. Gerade für diejenigen, die mit dem Gedanken spielen, sich ebenfalls selbstständig zu machen, wurde es interessant, denn Jacksteit fasste die für ihn relevanten Elemente zusammen: Motivation, Hardware und Software, Teamwork und die Pflege der Online-Portfolios. Außerdem sei es wichtig, die Abläufe von Entwicklerstudios zu kennen. Neben den Vorteilen als Freelancer, wie flexible Arbeitszeiten oder die persönliche Auswahl der Projekte, betonte er aber auch: „Die Spielebranche ist nicht nur Fun und Games". Das erste Jahr als Freiberufler sei das härteste, doch mit einem guten Netzwerk, Selbstvertrauen und Durchhaltevermögen ergeben sich wertvolle Chancen.

‚Experience Bremen eSports - Wir bringen eSports nach Bremen!‘

Alessandro Bünnagel (Bremen eSports): ‚Experience Bremen eSports - Wir bringen eSports nach Bremen!‘
Alessandro Bünnagel (Bremen eSports): ‚Experience Bremen eSports - Wir bringen eSports nach Bremen!‘

Alessandro Bünnagel von Bremen eSports setzte mit einer Fragerunde im Publikum ein und hörte sich nach Meinungen zum Thema eSports um. „Was versteht ihr unter eSports?"
eSports - elektronischer Sport - steht für das Spielen von Videospielen unter Wettkampfbedingungen. Bünnagel und seine Community differenzieren dabei lediglich nach Amateur- und Profilevel: „eSport ist für uns Breitensport und diesen wollen wir in der Region fördern". Der Berater brachte den Gästen die Ziele und die Entwicklung von Bremen eSports näher. Mit derzeit über 150 aktiven Mitgliedern wollen sie sich als Verein etablieren. Die Community verfolge seit Mitte 2018 ein soziales und offenes Konzept. Sie wollen eine Anlaufstelle für eSports in Bremen und Umgebung schaffen, welche das Ausüben des Sports - zum Beispiel über Trainings, Events und Wettkämpfe - erlaubt, aber auch pädagogische Beratungen und Angebote bereithält. „eSport macht Spaß - aber Vorsicht: Suchtgefahr!" Nach Bünnagel sei ein kritischer Umgang mit eSports in einem kontrollierten Rahmen besonders bei Kindern und Jugendlichen enorm wichtig. Den Themen Medienkompetenzvermittlung und Suchtprävention werde durch den stetigen Dialog eine Plattform gegeben. Bünnagel und das Team von Bremen eSports sehen eine interaktive, soziale und kompetitive Zukunft für eSports in Bremen und freuen sich über weitere Mitglieder.

Nach den Vorträgen wurde bei Bier, Brezeln, Burgern und anderen Köstlichkeiten des Brauhauses mit den Rednern und Gästen genetzwerkt. In lockerer Atmosphäre kam es zum inspirierenden Austausch zu Fachthemen, Kooperationen und aktuellen Projekten. Um die Feierabend-Stimmung abzurunden, durften Karaokefans und diejenigen, die es noch werden wollen, zum Mikrofon greifen. Studierende, Games-Interessierte oder Branchenakteure aus der Games- und Kreativwirtschaft sind herzlich eingeladen, das offene Angebot zu nutzen und sich beim Meet Up FIREABEND auszutauschen. Neue Termine werden auf unserer Website bekannt gegeben.

Fotos © Joshua Hartmann

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