Auf Kinotour: "Das Reichsfilmarchiv - Geschichte einer deutschen Institution"

Im Mai und Juni 2022 ist der nordmedia-geförderte Dokumentarfilm DAS REICHSFILMARCHIV - GESCHICHTE EINER DEUTSCHEN INSTITUTION von Heinrich Adolf in ausgewählten Kinos in Niedersachsen zu sehen. Am 23. Mai 2022 ist der Film um 19.00 Uhr im Universum Filmtheater Braunschweig zu sehen. Heinrich Adolf steht nach der Vorführung für ein Gespräch zur Verfügung. Im Juni ist eine weitere Vorführung in Helmstedt geplant. Regisseur Heinrich Adolf und die Filmhistoriker Alexander Zöller und Rolf Aurich haben ihren Film am 3. Mai 2022 im Kino im Künstlerhaus in Hannover vorgestellt.

Das Reichsfilmarchiv war eines der ersten Filmarchive der Welt. Mit Niedersachsen verbindet es eine besondere Geschichte, denn im Zweiten Weltkrieg wurde Archivgut im Salzstock Grasleben bei Helmstedt eingelagert. Der Dokumentarfilm erzählt mit Hilfe von Zeitzeugen, Filmhistorikern und seltenem Archivmaterial die wechselvolle und spannende Geschichte einer deutschen Institution, in der sich die großen Verwerfungen des 20. Jahrhunderts spiegeln.

Das Reichsfilmarchiv wurde 1934 gegründet und existierte bis zum Ende des „Dritten Reichs“. Es setzte erste Maßstäbe für die Bewahrung von Filmen, die sichere Lagerung des damals hochexplosiven Filmmaterials und initiierte den internationalen Austausch der Filmarchive (FIAF). Während des Zweiten Weltkriegs war es Teil der NS-Kriegspropaganda und Bestimmungsort für sogenannte „Beutefilme“.

Zum Schutz vor Luftangriffen verlagerte man Teile des Archivs ab 1943 in einen Salzstock bei Helmstedt. Ein Großteil dürfte gegen Kriegsende einem Brand zum Opfer gefallen sein, die erhaltenen Reste befinden sich im Wesentlichen noch ungeborgen im Abbau des Salzbergwerks. Nach Kriegsende wurden seine Bestände von den Siegermächten größtenteils den Filmarchiven der DDR und der Bundesrepublik übergeben und nach der Wiedervereinigung wieder zusammengeführt.
 

Weitere Informationen:
DAS REICHSFILMARCHIV - GESCHICHTE EINER DEUTSCHEN INSTITUTION
DE 2021
Regie: Heinrich Adolf
105 min


Im Verleih von:

Stillatemporis
E-Mail: Heinrich_Adolf@gmx.de