Crossmediapreis 2018: Das sind die Nominierten!

Aus rund 60 Einreichungen hat die Jury über die Nominierungen für den Preis für crossmediale Programminnovationen 2018 entschieden: Jeweils drei Projekte wurden in den Kategorien TV, Hörfunk und Online nominiert.

In der Kategorie TV setzten sich die Produktionen Guardians of Heritage - Hüter der Geschichte (A+E Networks / HISTORY), Tiere bis unters Dach (SWR) und Weltspiegel (NDR/SWR / ARD) durch. Die drei besten crossmedialen Projekte der Kategorie Hörfunk sind Das Gong 96.3 S-Bahn Casting. Deine zwei Stationen Ruhm (Radio Gong 96.3), Paradise Papers - Im Schattenreich der Steueroasen (NDR / WDR) und Zur Herstellung der Aussagebereitschaft (Deutschlandradio Kultur). In der Kategorie Online dürfen sich die Formate Die Superkühe (Chapter One / WDR), Die Frage - Muss ich Angst vor der Psychiatrie haben? (BR) und Die RTLII-Wahlparty powered by facebook (RTLII) über eine Nominierung freuen.

Der Preis für crossmediale Programminnovationen wird bereits zum sechsten Mal ausgelobt. Radio Bremen und die Bremische Landesmedienanstalt (bre(ma verleihen den Preis am 5. April 2018 im Bremer Haus Schütting. Die Veranstaltung wird von der nordmedia - Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH koordiniert.

Die nominierten Produktionen in der Kategorie TV überzeugten die Jury vor allem durch ihren intelligenten Einsatz crossmedialer Möglichkeiten: Die Kinder-/Jugendserie Tiere bis unters Dach bindet ihre ZuschauerInnen in die Serie ein und lässt sie direkt am Content mitwirken. Das Auslandsmagazin Weltspiegel konnte eine etablierte und bekannte Dachmarke anhand von Crossmedia aktualisieren und einer breiten Zielgruppe zugänglich machen. Dies gelingt aufgrund der geschickten und plattformgerechten Nutzung der Social Media-Kanäle des Formats. Die Doku-Reihe Guardians of Heritage - Hüter der Geschichte besticht durch beeindruckendes Bildmaterial und prominente UnterstützerInnen, die sich für den Erhalt und die Bewahrung des Mensch- und Kulturerbes stark machen.

Die Nominierungen der Kategorie Hörfunk setzen beim Thema Innovation neue Maßstäbe: Das Feature Zur Herstellung der Aussagebereitschaft nutzt die inhaltliche Verzahnung von Virtual Reality und Original-Audio-Material, um die Techniken der „operationellen Psychologie“, die als Stasi-Verhörmethode genutzt wurde, subjektiv, interaktiv und dadurch besonders eindrucksvoll erlebbar zu machen. Das Format Das Gong 96.3 S-Bahn Casting. Deine zwei Stationen Ruhm überzeugte vor allem durch seine Originalität und einen hohen Unterhaltungswert, wohingegen Paradise Pa-pers - Im Schattenreich der Steueroasen faszinierende Einblicke hinter die Kulissen einer internationalen, crossmedial angelegten Rechercheaktion gibt.

Die nominierten Online-Formate begeisterten die Jury mit frischen Ideen: Die Reportage Die Frage - Muss ich Angst vor der Psychiatrie haben? beinhaltet eine neue Art, das Thema psychische Probleme zu begreifen und interagiert auf Augenhöhe mit der Community, die mit ihrem Input einen großen Teil der Sendung ausmacht. Dem Transmedia-Format Die Superkühe  gelingt es auf originelle und kreative Weise, die Distanz zwischen Su-permarkt und Bauernhof beim Endverbraucher zu überbrücken, indem es UserInnen live am Leben dreier Milchkühe teilhaben lässt. Die RTLII-Wahlparty powered by facebook nutzt Crossmedia, um jungen ZuschauerInnen die Bundestagswahl auf lebendige Art zu vermitteln - mit umge-kehrter Programmlogik: einer webbasierten Hauptsendung und ergänzenden TV-Angeboten dazu.

Informationen zum Preis für crossmediale Programminnovationen
Die zielgerichtete Verzahnung von medialem Content und verschiedenen Ausspielwegen schafft neue Formate. Sie lässt Innovation dort entstehen, wo alte Sehgewohnheiten gebrochen und neue Mischformen ausprobiert werden. Diese inhaltliche und kreative Verknüpfung unterschiedlicher Channels trägt maßgeblich zur Erneuerung der Medienlandschaft in Deutschland bei. Daher loben Radio Bremen und die Bremische Landesmedienanstalt (bre(ma auch in diesem Jahr den Preis für crossmediale Programminnovationen aus.

Die Jury besteht aus:

•    Dr. Michael Heiks, Geschäftsführer der TV Plus GmbH
•    Cornelia Holsten, Direktorin der Bremischen Landesmedienanstalt (bre(ma
•    Prof. Egbert van Wyngaarden, Professor für Film und Fernsehen an der MHMK München

 

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