Film.bewegt.nachhaltig! Gemeinsame Erklärung für nachhaltige Film- und Serienproduktion

Foto: BKM/Bolesch
Foto: BKM/Bolesch

Zusammen mit hochrangigen VertreterInnen aus der deutschen Film- und Fernsehbranche hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters am 19. Februar 2020 im Bundeskanzleramt in Berlin eine Gemeinsame Erklärung zur Nachhaltigkeit in der Film- und Serienproduktion unterzeichnet.

Erstunterzeichnende dieser Erklärung sind:  

ARD, Allianz deutscher Produzenten e.V., Deutsche Filmakademie, Deutsche Welle, Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), European Film Market, Filmförderungsanstalt, FilmFernsehFonds Bayern, Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, Film- und Medienstiftung NRW, HessenFilm und Medien, Internationale Filmfestspiele Berlin, Medienboard Berlin-Brandenburg, Mediengruppe RTL, Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg, Mitteldeutsche Medienförderung, Motion Picture Association (Walt Disney Studios Motion Pictures, Netflix Studios, LLC, Paramount Pictures Corporation, Sony Pictures Entertainment Inc., Universal City Studios LLC, Warner Bros. Entertainment Inc.), nordmedia, Produzentenverband e.V., ProSiebenSat.1 Media, Sky, Spitzenorganisation der Filmwirtschaft, Verband Technischer Betriebe für Film und Fernsehen e. V., ZDF

Gemeinsame Erklärung für eine nachhaltige Film- und Serienproduktion

Filme und Serien sind Spiegel unserer Gesellschaft. Kein anderes Medium transportiert den Zeitgeist in so lebendiger und intensiver Form wie der Film. Zugleich war die Filmwirtschaft schon immer Treiberin kreativer und technologischer Innovationen. Wir fühlen uns daher verpflichtet, unser Wirken auch an gesamtgesellschaftlichen Zielen auszurichten.

Zu den drängendsten Themen unserer Zeit gehören der Klima- und der Umweltschutz. Wir tragen alle gemeinsam - im Großen wie im Kleinen - die Verantwortung dafür, die Erde als vielfältigen Lebensraum für die Generationen von morgen zu bewahren. Dieser Verantwortung müssen und wollen wir uns national und international gerade auch im Bereich der Film- und Fernsehwirtschaft stellen.

Bereits das bisherige Engagement der Film- und Fernsehwirtschaft für den Klima- und im Umweltschutz verdient Anerkennung. Nachhaltigkeit hat als wichtiger Teil unserer gemeinsamen Werte und Ziele hohe Priorität. Wir treten aber miteinander für eine noch stärkere Berücksichtigung der Nachhaltigkeit in der Film- und Serienproduktion ein, die für ein ökologisch wie auch ökonomisch und sozial verantwortliches Handeln steht.

Dazu werden Produktionswirtschaft, wissenschaftliche Expertinnen und Experten sowie die Politik konkrete und tragfähige Maßnahmen entwickeln und umsetzen, die effizient und dauerhaft negative ökologische Auswirkungen bei der Produktion von Filmen und Serien so weit wie möglich minimieren. Dabei wollen wir möglichst die gesamte Wertschöpfungskette in den Blick nehmen.

Wir unterstützen die Etablierung wissenschaftlich basierter Praktiken in der Film- und Fernsehwirtschaft, die den Ressourcenverbrauch deutlich reduzieren. Dabei verbindet uns die Überzeugung, dass eine nachhaltigkeitsorientierte Film- und Serienproduktion enorme Chancen für neues Wachstum, für sichere Arbeitsplätze und für langfristigen Erfolg bietet. Deutschland verfügt über herausragende künstlerische Talente sowie über filmwirtschaftliche und filmtechnologische Expertise von Weltrang. Auch das starke Filmförderungssystem des Bundes und der Länder bietet die Chance, den Produktionsstandort Deutschland beispielgebend im Bereich der ökologischen Nachhaltigkeit fortzuentwickeln. Diese Chance wollen wir gemeinsam nutzen und laden nationale und internationale Akteure der Film-, Fernseh- und Medienwirtschaft herzlich dazu ein, ihren Beitrag zu leisten und uns zu unterstützen.

Weitere Infos: www.kulturstaatsministerin.de