Business-Frühstück am 5.11.2019 in Bremen: “Boot un Dood”

Filmgespräch im CITY 46 zur ersten plattdeutschen Krimikomödie

Cast und Crew von "Boot un Dood" mit nordmedia und CITY 46, v.l.: Dennis Vogt (Kamera), Kristina Hader (Kostüm, Setdesign), Christian Richard Bauer (Darsteller), Julia Giampietro (Darstellerin, Musik, Regieassistenz), Günter Ihmels (Autor), Sandro Giampietro (Regisseur, Autor, Musikproduzent), Thomas Schäffer (nordmedia), Holger Tepe (CITY 46), Nikolas Meyer (Design), Helge Tramsen (Darsteller), Andrea zum Felde (Darstellerin)
Cast und Crew von "Boot un Dood" mit nordmedia und CITY 46, v.l.: Dennis Vogt (Kamera), Kristina Hader (Kostüm, Setdesign), Christian Richard Bauer (Darsteller), Julia Giampietro (Darstellerin, Musik, Regieassistenz), Günter Ihmels (Autor), Sandro Giampietro (Regisseur, Autor, Musikproduzent), Thomas Schäffer (nordmedia), Holger Tepe (CITY 46), Nikolas Meyer (Design), Helge Tramsen (Darsteller), Andrea zum Felde (Darstellerin)

Für das zweite nordmedia Business-Frühstück in Bremen öffnete am 5. November 2019 das Kommunalkino CITY 46 seine Türen. Holger Tepe begrüßte als Mitglied der Geschäftsleitung zusammen mit nordmedia-Geschäftsführer Thomas Schäffer die Gäste im Kinosaal zum exklusiven Filmgespräch mit dem Team von BOOT UN DOOD.

Die norddeutsche Kriminalkomödie nach dem Buch von Günter Ihmels handelt von kriminellen Machenschaften im Gasthaus an der Hamme. Ein gelbes Kanu verschwindet und der Familienvater Hendrik Behrens wird bei der Suche danach in einen Mordfall verwickelt. Neben den DarstellerInnen Erik Voß, Heidi Jürgens, Helge Tramsen und Dirk Böhling wirken Alligatoah und Michael Kiske als musikalische Gaststars mit. Für die Dreharbeiten von Juni bis August 2019 wurden norddeutsche Kulissen in Niedersachsen und Bremen, wie die Weserfähre Kleinensiel oder Melchers Hütte an der Hamme, in Szene gesetzt.

Das Filmteam um den Regisseur und Musikproduzenten Sandro Giampietro zeigte produktionsfrische Ausschnitte und sprach über die Dreharbeiten, die plattdeutsche Sprache und die besondere Rolle der Filmmusik. Der Krimi befindet sich aktuell in der Endfertigung und soll im Frühjahr 2020 Premiere feiern.

Mord up Platt im Kino

Der pensionierte Lehrer Günter Ihmels  aus Bokel setzt sich als Autor von Kriminalromanen für den Erhalt der plattdeutschen Sprache ein. Mit seinen Geschichten hat er auch den Musikproduzenten Sandro Giampietro überzeugt: Aus Buch wurde Hörbuch, aus Hörbuch wurde Kurzfilm, aus Kurzfilm wird nun Langfilm. Bei BOOT UN DOOD gehe es nicht um Gummistiefel oder typisch „plattdeutsche” Symboliken -  „Lediglich die Sprache ist plattdüütsch. Und das verständlich für alle, ohne Untertitel”, so Ihmels.
„Ich finde die Sprache einfach wunderbar zum Erzählen. Sie ist dem Englischen sehr ähnlich und so direkt. Auf den Punkt”, schwärmt Regisseur Sandro Giampietrowelcher die Story im modernen Retro-Look mit eigenem Soundtrack verfilmt. Als Autor, Regisseur, Kameramann, Komponist und Darsteller vereint er gleich mehrere Ebenen des Filmprojekts in einer Person. Seine Tochter Julia Giampietro ist ebenfalls als Darstellerin, Musikerin und Regieassistenz intensiv in die Produktion eingebunden. Giampietros musikalischer Werdegang, unter anderem als Mitglied der Band von Helge Schneider, erfolgreicher Gitarrist, Sänger und Komponist sowie seine zahlreichen Kontakte in die Künstlerszene sind besonders wertvoll für den Spielfilm. So konnte in kürzester Zeit ein perfektes Team zusammengestellt werden.

Helge Tramsen ist als Absolvent der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin und nach Festengagements am Theater Oberhausen und am Schauspiel Bonn seit über zehn Jahren als freier Schauspieler und Theaterregisseur tätig. Seine Rolle bei BOOT UN DOOD, der Kommissar Mahler aus Hannover, ist die einzige, die hochdeutsch spricht - genau wie Regisseur Giampietro ist Helge Tramsen kein „native Platt-Snacker”. Tramsen berichtete von der familiären Atmosphäre und Flexibilität am Set: „Beim Tatort darfst du dir den Kaffee nicht selbst holen, hier bringst du den Kaffee selbst mit”.

Christian Richard Bauer ist unter anderem am Ohnsorg Theater und Imperial Theater in Hamburg als Schauspieler aktiv. Seine besondere Leidenschaft ist die plattdeutsche Sprache - so arbeitet er als Sprachcoach und übersetzt Texte von William Shakespeare ins Niederdeutsche. Die BesucherInnen des CITY 46 durften sich an diesem Morgen über eine spontane Kostprobe, einen Monolog von Heinrich V., freuen. Bauers plattdüütsche Expertise war eine besondere Bereicherung für die Dreharbeiten.

Weitere Mitglieder der BOOT UN DOOD-Crew, wie der Kameramann Dennis Vogt und die Fotografin und Set-Designerin Kristina Hader (homeoftwocreatives), stellten sich ebenfalls vor und sahen zum ersten Mal das Ergebnis von 45 Drehtagen und unzähligen Stunden im Studio auf der großen Leinwand. Frank Besls Trailer zur „Behind-the-Scenes-Dokumentation“ (B·FOCUSED Filmproduktion), welche das Team intensiv begleitete, rundete das Filmgespräch mit Making-of-Momenten ab.

Die Gäste der Veranstaltung konnten im Anschluss bei Kaffee, Kuchen und Brötchen, die Filmcrew mit Fragen löchern und netzwerken. Das plattdeutsche Kino-Unikat soll nicht nur in der Region für Aufsehen sorgen, Giampietro habe große Pläne für sein Langfilmdebut: „Eine Premiere auf der Berlinale 2020 wäre natürlich ideal - danach touren wir mit mobiler Bühne und viel Musik durch die Kinos!“.

Alle News zur Produktion gibt es auf dem BOOT UN DOOD Instagram-Account!

Fotos: nordmedia/Christian-Arne de Groot