Lokal verankert und weltweit präsent: Das 27. Int. Filmfest Oldenburg als hybrides Festival-Event

16. bis 20.09.2020, Oldenburg

© Unsplash/Chris Ross Harris
© Unsplash/Chris Ross Harris

Die 27. Ausgabe des Int. Filmfest Oldenburg wird eine ganz Besondere. Neben traditionellen Kinovorstellungen vor Ort in den Oldenburger Kinos "Casablanca" und "Cine k" ist das abwechslungsreiche Programm vom 16. bis 20. September 2020 auch per Online-Stream über die VoD-Plattform "Pantaflix" verfügbar. Außerdem kommt das Filmfest zu seinem Publikum nach Hause und feiert in vier Oldenburger Wohnzimmern exklusive "Living Room Galas". Die einmaligen Premierenevents werden live aus dem Wohnzimmer übertragen, selbstverständlich in Anwesenheit von Gästen zum Film und stilecht mit rotem Teppich. 

Ganz im Geiste der Wohnzimmer-Galas präsentiert sich auch der diesjährige Filmfest-Trailer, der eine Gemeinschaftsproduktion von Filmfest-Fans ist. Das Festival hatte dazu aufgerufen, Filme einzureichen, in denen der Weg von draußen auf die heimische Couch gezeigt wird, um die #stayathome Situation emotional zu bebildern. Zu sehen ist der Trailer hier: https://vimeo.com/451261260
 

Eröffnung mit PUPPY LOVE

PUPPY LOVE © Ozman Pictures
PUPPY LOVE © Ozman Pictures

Eröffnet wird das 27. Filmfest Oldenburg mit einer von zahlreichen Weltpremieren. Filmemacher Michael Maxxis kommt mit seinem Regiedebüt PUPPY LOVE nach Oldenburg und wird im Rahmen einer Wohnzimmer-Gala die Premiere mit einigen glücklichen OldenburgerInnen feiern.

PUPPY LOVE glänzt mit einer hochkarätigen Besetzung mit Paz De La Huerta und Hopper Jack Penn (der Sohn von Sean Penn) in den Hauptrollen und denkwürdigen Auftritten von Schauspielgrößen wie Rosanna Arquette und Michael Madsen. Der Film erzählt die wahre Geschichte eines ungleichen Paares, das durch außergewöhnliche Umstände zueinander findet und sich auf eine seltsame, aber schöne Reise durch die Gosse begibt.

Zahlreiche Weltpremieren und Debütfilme

FULL OF FIRE © Intuition Club, Stormer Film
FULL OF FIRE © Intuition Club, Stormer Film

Das Programm des Filmfests zeichnet sich in diesem Jahr durch eine besonders hohe Zahl an Weltpremieren und Debütfilmen aus. So erleben die beiden US-Independents BLACK JADE (Regie: Guy Longstreet) und BUCK ALAMO or (A PHANTASMAGORICAL BALLAD) von Regisseur Ben Epstein ihre Welturaufführung in Oldenburg. Ebenfalls als Weltpremieren laufen Leonardo Antónios SUBMISSION aus Mexiko sowie der argentinische Film THE LONGEST NIGHT von Moroco Colman.

Und auch deutsche Produktionen feiern Weltpremieren beim Filmfest Oldenburg: In Dennis Stormers Debütfilm FULL OF FIRE lässt eine junge Musikerin das Leben, wie sie es kennt, zurück, um ihren Traum zu verwirklichen.

BIG DATING © Kundschafterfilm/Schurkenstart/Peter Drittenpreis
BIG DATING © Kundschafterfilm/Schurkenstart/Peter Drittenpreis

Das Filmteam begleitet Moa (gespielt von der schwedischen Musikerin Moa Nilsson), auf ihrer Reise per Anhalter durch Europa. Das charakterbetonte Werk, das zwischen Fiktion, Musik und Dokumentarfilm angesiedelt ist, fängt auf eindrucksvolle Weise Moas Sehnsucht nach Freiheit ein.

In der "International Section" werden die ersten drei Episoden der nordmedia-geförderten Serie BIG DATING von Nathan Nill Weltpremiere feiern. Im Zentrum steht der junge App-Entwickler Sam (Ole Fischer), der einen Algorithmus entwickelt hat, um seine perfekte Partnerin zu finden. In einem geklauten Datensatz stößt er auf Lina (Olga von Luckwald), eine ebenso chaotische wie mysteriöse Kellnerin. Samuel stürzt sich Hals über Kopf in die neue Beziehung. Doch der Algorithmus hat angefangen, das Leben von allen zu verändern...

Retrospektive William Friedkin

THE FRENCH CONNECTION © Twentieth Century Fox
THE FRENCH CONNECTION © Twentieth Century Fox

Mit einer Retrospektive wird der legendäre US-amerikanische Filmemacher William Friedkin geehrt. Friedkin hat als Regisseur das US-Erzählkino, so wie wir es heute kennen, entscheidend geprägt. Dass er sich dabei stets an der Schwelle von Independent-Film und Blockbuster-Kino bewegte und in beiden Bereichen Außergewöhnliches leistete, zeugt von seinem untrüglichen Gespür für die Form, die ein jeweiliges Thema verlangt.

Sein Polizei-Thriller THE FRENCH CONNECTION (BRENNPUNKT BROOKLYN) mit Gene Hackman in der Hauptrolle, brachte ihm sowohl einen Golden Globe als auch einen Oscar als Bester Regisseur ein. Sein nächster Film, THE EXORCIST (DER EXORZIST, 1973), bedeutete nicht weniger als eine Revolution für das Horror-Genre und gilt als einer der besten Horror-Filme aller Zeiten, dessen popkultureller Einfluss noch heute ungebrochen ist.

William Friedkin © Ascot Elite Home Entertainment
William Friedkin © Ascot Elite Home Entertainment

Das Filmfest Oldenburg zeigt im Rahmen einer Filmreihe diese zwei Meisterwerke sowie vier weitere Filme aus Friedkins umfangreichem Gesamtwerk. Friedkin selbst wird in Form eines großen Gesprächs live nach Oldenburg zugeschaltet sein.

Begleitet wird die Retrospektive von der Deutschlandpremiere von Alexandre O. Phillippes Friedkin-Portrait LEAP OF FAITH: WILLIAM FRIEDKIN ON THE EXORCIST. Der lyrische Film-Essay erforscht die Entstehungsgeschichte von William Friedkins Horror-Klassiker und geht zugleich der Faszination des Filmemachens an sich auf den Grund.


Weitere Informationen: www.filmfest-oldenburg.de