Setbesuch in Groß Thondorf: "War Sailor"

Gruppenfoto im niedersächsichen Groß Thondorf:  ein Teil des Filmteams während der Dreharbeiten von WAR SAILOR © Rohfilm Factory
Gruppenfoto im niedersächsichen Groß Thondorf: ein Teil des Filmteams während der Dreharbeiten von WAR SAILOR © Rohfilm Factory

Im beschaulichen Örtchen Groß Thondorf im niedersächsischen Landkreis Uelzen sorgten von Ende Mai bis Anfang Juni 2021 die Dreharbeiten für das nordmedia-geförderte Drama WAR SAILOR für Aufsehen. Das 60-köpfige Team der internationalen Koproduktion fand hier die geeignete Location, um ein Hauptmotiv des Films, die Wohnung der Filmfamilie, über fünf Jahre hinweg zu erzählen.

WAR SAILOR basiert auf einer wahren Geschichte: In den Wirren des 2. Weltkrieges geraten in Norwegen der zivile Seefahrer Alfred und seine Familie zwischen die Fronten und kämpfen um ihr Leben und alles, was ihnen etwas bedeutet. Alfred arbeitet auf einem Handelsschiff mitten im Atlantik, als der Zweite Weltkrieg ausbricht. Er ist plötzlich als unbewaffneter Zivilist direkt an der Front. Als War Sailor hat er nur ein Ziel: zu überleben - und nach Hause zurückzukehren. Alfreds Ehefrau Cecilia müht sich durch die Kriegsjahre in der Stadt Bergen, zieht drei Kinder alleine auf, ohne zu wissen, ob sie oder die Kinder, Alfred jemals wiedersehen werden.

Die im norwegischen Bergen angesiedelte Wohnung von Cecilia und Alfred wurde in einem derzeit leer stehenden Haus in Groß Thondorf nachgebaut, das einem örtlichen Bio-Weinbauern gehört. Dabei traf es sich gut, dass im Wohnhaus noch vieles original aus den 1930er und 1940er-Jahren erhalten war, wie zum Beispiel Türen, Tapeten, alte Bakalit-Lichtschalter, Steckdosen und als Herzstück ein alter Ofen in der Küche.

In der Arbeiterwohnung spielt sich das Famlienleben im Jahr 1939, 1941, 1943 und 1944 ab. "Das war auch für das Casting eine besondere Herausforderung.  Die Kinder-Darsteller mussten 'mitwachsen' und die Rollen dem Alter entsprechend umbesetzt werden. Außerdem gab es verschiedene Babys am Set", berichtete Produzent Karsten Stöter von der Rohfilm Factory, der das aufwändige Projekt als deutscher Koproduzent realisiert.

Vom Drehort zeigte sich Karsten Stöter begeistert: "Der Dreh in Groß Thondorf war toll. Wir konnten das Haus dort wie ein Studio nutzen. Auf dem nahegelegenen Hof des Bio-Weinbauern durften wir außerdem unsere Base aufschlagen und wurden toll umsorgt. Groß Thondorf ist wirklich ein schönes Fleckchen Erde."

Auch im niedersächsischen Cuxhaven machte das Filmteam Station: Hier wurden auf dem Hamburger Museumsschiff "MS Bleichen" aufwändige Stuntszenen mit Schiffsexplosionen ins Bild gesetzt.

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde zum Schutz aller Beteiligten im "Closed Set" gedreht. Die Schutzmaßnahmen mit regelmäßigen Tests, Abstand, Masken usw. zahlten sich aus: "Wir sind glücklicherweise von Covid-19 Fällen bislang verschont geblieben", zeigte sich Karsten Stöter erleichtert.

Der 90 bis 150 Minuten lange Spielfilm wird noch bis Juli in Norwegen gedreht. Weitere Drehorte waren und sind seit April 2021 Hamburg, Lübeck, Malta und Bergen. Hier sollen im Oktober außerdem Winterszenen - möglichst mit Schnee - inszeniert werden. Produziert wird die norwegisch-deutsch-maltesische Koproduktion von der Mer Film in Koproduktion mit Rohfilm Factory, Letterbox Filmproduktion, NDR und Falkun Films. Die Redaktion liegt bei Sabine Holtgreve vom NDR. WAR SAILOR wird von der nordmedia, der MOIN Filmförderung, der MDM und dem DFFF gefördert und soll 2022 in die Kinos kommen.

Weitere Informationen: WAR SAILOR