Setbesuch in Bückeburg: "Sie hatten keine Wahl"

Das Team von SIE HATTEN KEINE WAHL vor den mittelalterlichen Mauern des Schloss Bückeburg.
Das Team von SIE HATTEN KEINE WAHL vor den mittelalterlichen Mauern des Schloss Bückeburg.

Marguerite, Marie, Emmeline und Anita. Das sind vier Frauen mit unterschiedlichen Lebenswegen und Schicksalen - jedoch mit einem gemeinsamen Ziel: dem Kampf um das Recht auf Mitbestimmung. Ihr politischer Weg ist gekennzeichnet von Herabwürdigung, Gefängnisaufenthalten oder sogar Folterung. Dabei verlieren sie ihre Vision nicht aus den Augen.

Mit der nordmedia-geförderten Produktion SIE HATTEN KEINE WAHL (AT, Regie: Annette Baumeister und Carsten Gutschmidt) feiern die Gebrueder Beetz das 100-jährige Frauenwahlrecht in Europa. Für das Dokudrama fanden im April 2018 Dreharbeiten vor historischer Kulisse in Bückeburg und in der Nähe von Celle statt.

Esther Schweins (links) als Emmeline Pankhurst und Anke
Retzlaff (rechts) als Christabel Pankhurst.
Esther Schweins (links) als Emmeline Pankhurst und Anke Retzlaff (rechts) als Christabel Pankhurst.

Die französische „Glamour Lady“ Marguerite Durand (Jeanette Hain), die Sozialdemokratin und Gründerin der Arbeiterwohlfahrt Marie Juchacz (Paula Hans), die britische Ikone der Suffragetten in Großbritannien Emmeline Pankhurst (Esther Schweins) und Anita Augspurg, die homosexuelle Bohème der bürgerlichen Frauenbewegung (Johanna Gastdorf), ebnen den Weg für eine gerechtere Gesellschaft im Europa des frühen 20. Jahrhunderts.

100 Jahre später wird in SIE HATTEN KEINE WAHL auf den Widerstand gegen Ungleichheit zurückgeblickt. Mit dem Dokudrama beleuchten die Gebrüder Beetz den leidenschaftlichen Kampf um das Frauenwahlrecht in Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Die Einzelschicksale der Widerstandskämpferinnen stehen für eine entscheidende Bewegung zur Gleichberechtigung und sind auch heute von aktueller Relevanz. Die Biografien der vier Vorreiterinnen werden durch szenische Elemente in Verbindung mit Archivaufnahmen emotional erlebbar.

Am Set in Wietze.
Am Set in Wietze.

Für die Dreharbeiten diente das Residenzschloss Bückeburg vom 5. bis 17. April 2018 als fürstliche und vor allem vielseitige Location. Ein großer Vorteil der Stadt Bückeburg als Filmschauplatz sind die kurzen Wege: So liegen weitere Plätze, Parks, Straßen oder auch der Jetenburger Friedhof in der näheren Umgebung. Außerdem bot die Villa Steinförde in der Gemeinde Wietze in der Nähe von Celle vom 13. bis zum 18. April 2018 einen idealen Drehort mit ländlichem Flair. Mitten im Leine-Aller-Tal wurde hier ein Großteil der Filmszenen gedreht.

Die WDR/NDR/ARTE/BR-Produktion befindet sich in der Endfertigung und soll im Herbst 2018 bei ARTE und in der ARD als Zweiteiler gesendet werden.

 

Fotos © GBF, Andrej Vasilenko