Filmfest Bremen: im Netz und in Präsenz

14. bis 18. April 2021: Mehr als 70 Programme mit 253 Filmen

© Filmfest Bremen
© Filmfest Bremen

Nach der Verschiebung ins Jahr 2021 heißt es vom 14. bis 18. April endlich „Film ab!“ für das 6. Filmfest Bremen! 

Ausgewählte Filme sind im Festivalzeitraum per Open Air-Leinwand auf dem Bremer Domshof zu sehen. Von der Sparkasse Bremen erneut ermöglicht, feiert dort unter freiem Himmel der 48h-Kurzfilmwettbewerb Klappe! am Mittwoch, 14.4., ab 18 Uhr seine dreiminütigen Premierenfilme.

Direkt zum Publikum nach Hause kommen alle Filme der Wettbewerbskategorien Humor/Satire, Innovation, Musik, Bremen sowie das Sonderthema Fokus: Literatur: ganz einfach per digitalem Festivalpass bequem und zeitlich unabhängig online abrufbar vom 14. bis 18. April auf filmfestbremen.com.

Dort ist auch der Pass zum Preis von 45 Euro/ erm. 40 Euro ab sofort erhältlich. Einzeltickets kosten 9 Euro /erm. 6 Euro und sind jeweils 24 Stunden gültig.
 

Von heiter bis düster

Get Luke Lowe (Foto: © Drew V. Marke)
Get Luke Lowe (Foto: © Drew V. Marke)

Im mit insgesamt 3500 Euro dotierten internationalen Wettbewerb Humor/Satire bündeln sich unterschiedliche Formate und Facetten der Komik. 11 Langfilme und 60 Kurzfilme aus 26 Ländern treten dabei um die Jurypreise für den besten Lang- und Kurzfilm an. So erzählt die australische Liebeskomödie „Being Gavin“ von Owen Elliott und Mark Kilmurry mal heiter, mal traurig über das Doppelleben eines Mannes, dem der Mut zur Wahrheit fehlt. Ein Film in der wunderbaren Tradition der großen Beziehungs- und Liebeskomödien der 1980er Jahre, in dem alle Charaktere differenziert und liebevoll gezeichnet sind.

Aktuelle gesellschaftliche Themen, Rassismus und die Auswirkungen von Hasskommentaren im Netz, spielen in der düsteren britischen Krimikomödie „Get Luke Lowe“ von Drew V. Marke eine Rolle. Zwei junge Frauen entführen aus Rache einen rechtsextremen Internet-Troll, doch dann gerät alles außer Plan…  

Innovative Erzählformen

Fellwechselzeit (Foto: © Sabrina Mertens)
Fellwechselzeit (Foto: © Sabrina Mertens)

Das künstlerische, technische und erzählerische Experiment, ob mit zukunftsweisender Technik, besonderer Erzählart oder eigenwilliger Bildgestaltung, ist im Fokus des internationalen Wettbewerbs Innovation. Vorgaben, die „Fellwechselzeit“ von Sabrina Mertens mit ihrer Familiengeschichte in 57 Bildern erfüllt. Im Zentrum steht eine symbiotische wie erdrückende Mutter-Tochter-Beziehung. Das Düstere, Unausgesprochene fängt eine statische Kamera ein, die es dann der Fantasie überlässt, was jenseits des Gezeigten passiert.

Auch der dokumentarische Film „Are You There?“ von Maartje Nevejan findet innovative Wege, Momente der Abwesenheit zu visualisieren und erfahrbar zu machen. Der poetische Essayfilm erforscht das Unbewusste und basiert auf den eigenen Erfahrungen der Filmemacherin mit Absence-Epilepsie-Anfällen in ihrer Kindheit.

Jeweils 1000 Euro winken für die beste narrative und die beste visuelle Innovation, vergeben von der Bremischen Landesmedienanstalt.

International digital

„Besonders stolz sind wir darauf, dass auch in der Online-Variante das Publikum durch Panels und Filmgespräche hinter die Kulissen der Wettbewerbsfilme schauen kann“, so Programmleiterin Ilona Rieke. „Diese neue Variante ermöglicht ebenfalls internationale Filmschaffende aktiv hier in unser Filmfest Bremen einzubinden.“ Filme aus Europa, Südamerika, Nordamerika, Asien, Australien und Afrika stellen 2021 die Hälfte des Festivalprogramms, deutsche Produktionen bilden die zweite.

Bremer Filmpreis 2021 geht an Hape Kerkeling 

Die Sparkasse Bremen und das Filmfest Bremen vergeben erstmals gemeinsam den Bremer Filmpreis für ein humoristisches und komödiantisches Gesamtwerk. Erster Preisträger ist der Schauspieler, Autor, Synchronsprecher und Regisseur Hape Kerkeling.

Ob mit seiner Kunstfigur Horst Schlämmer oder seinen verschiedenen Unterhaltungsformaten von „Total Normal“ bis „Darüber lacht die Welt“ hat er ganz Deutschland zum Lachen gebracht. Der vielfach ausgezeichnete Künstler zog sich 2014 zurück und ist jetzt wieder da: auf der großen Leinwand an der Seite von Bully Herbig im letzten Film des Regisseurs Josef Vilsmaier.

Für sein komödiantisches und humoristisches Gesamtwerk erhält er im Rahmen des 6. Filmfest Bremen den Bremer Filmpreis 2021 der Sparkasse Bremen. Auf der Bühne des Theater Bremens wird er am Donnerstag, 15. April 2021, den Preis persönlich im Rahmen einer festlichen Veranstaltung mit den Bremer Philharmonikern in Empfang nehmen.

Alle Wettbewerbe und das komplette Programm des 6. Filmfest Bremen gibt es ab dem 26. März unter filmfestbremen.com.