Sondermittel der Freien Hansestadt Bremen zur Bewältigung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie

Die Freie Hansestadt Bremen stellt der nordmedia Sondermittel in Höhe von ca. 200.000 Euro zur Verfügung, damit diese die bremische Film- und Medienbranche in der schwierigen Zeit der Covid-19-Pandemie über das normale Maß hinaus unterstützen kann. Die Belastungen der Branche sind, nicht zuletzt im Lockdown, immens. Abgebrochene oder verschobene Produktionen, geschlossene Kinos - Autoren, Produzenten, Kinos, und Festivals gehen durch harte Zeiten.

Mit den nachfolgenden Maßnahmen soll die Bremer Branche daher über die nordmedia - Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen gezielt temporär unterstützt werden:

1. Ausgleich von pandemiebedingten Mehrkosten bremischer Produktionsunternehmen der Film- u. TV-Wirtschaft, deren durch nordmedia geförderte Film- oder TV-Produktionen pandemiebedingt abgebrochen oder verschoben werden mussten.

2. Unterstützungsleistungen für die Phase der Wiedereröffnung von Lichtspieltheatern nach der pandemiebedingten Schließung. Antragsberechtigt sind Betreiber von ortsfesten Programmkinos und Filmkunsttheatern sowie Filmtheatern mit bis zu sechs Sälen pro Betriebsstätte in Bremen und Bremerhaven. Sie können eine Einmalzahlung in Höhe von bis zu 5.000 Euro pro Spielstelle erhalten. Nicht antragsberechtigt sind nichtgewerbliche Spielstellen, z.B. sog. Uni-Kinos und Kinos in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft („Kommunale Kinos“).

3. Veranstalter von Filmfestivals und vergleichbaren Veranstaltungen, denen eine schriftliche Förderzusage bis zum 18.03.2020 vorgelegen hat, können bei pandemiebedingtem Mehraufwand und Einnahmeausfällen für eine „hybride Durchführung“ der Veranstaltung zusätzlich gefördert werden. Voraussetzung ist, dass die Veranstaltung teils in Präsenz, teils online durchgeführt wird und Mehrkosten (z.B. für Streaming) und Einnahmeausfälle nicht durch Einsparungen im Rahmen des Projekts ausgeglichen werden können.

4. Bremische Produktionsunternehmen, die in die parallele Entwicklung gleich mehrerer neuer Stoffe und Projekte investieren wollen, können dafür Mittel (sog. Slate Funding) beantragen. Dabei sollen Treatments und Drehbücher für fiktionale Langfilme und Miniserien entstehen. Die Zuwendung wird als erfolgsbedingt rückzahlbares Darlehen auf Grundlage von Ziffer 3.2 nordmedia Förderrichtlinie gewährt. Sie beträgt bis zu 90% der zuwendungsfähigen Kosten, maximal 41.000 Euro. Davon entfallen auf die Drehbuchentwicklung bis zu 20.000 Euro, auf jede Entwicklung eines Treatments bis zu 8.000 Euro und auf die Betreuung der Stoffe und der Autorinnen und Autoren bis zu 5.000 Euro. Eine Fördereinheit umfasst die Entwicklung von jeweils einem Drehbuch und zwei Treatments für fiktionale oder serielle Formate. Die Entwicklung der Drehbücher/Treatments soll bis zum 30.06.2021 abgeschlossen werden.

Antragsverfahren:
Die Gewährung von Zuwendungen erfolgt nur auf schriftlichen Antrag an die nordmedia. Bereits von der nordmedia getroffene Förderentscheidungen, insbesondere für Mehrkostenförderungen bei geförderten Produktionen und Festivals, werden auf das Programm angerechnet.

Anträge können bei der nordmedia gestellt werden. Die Antragsformulare für die Kino-Starthilfe Bremen stehen unten zum Download bereit.

Anträge von Produktionsunternehmen für Slate Funding sind im Antragsportal der nordmedia, im Förderbereich Projektentwicklung einzureichen. Die Förderung erfolgt im Rahmen der verfügbaren Mittel.

Einreichschluss für beide Förderarten ist der 29. Januar 2021. Es gilt das Datum des Posteingangs bei nordmedia Hannover.
Die FörderreferentInnen der nordmedia stehen im Vorfeld gerne für ein Beratungsgespräch zur Verfügung.