Neu am Standort: die Interessenvertretung "HdK-Niedersachsen"

- Netzwerk und Engagement für mehr lokales Crewing

Ein Teil der "HdK" vor der Kamera: Marco Minwegen, Hendrik Römer, Ingo Voelker, Florian Hoff, Jan Prager, Nico Mölter, Hagen Waechter, Wolfgang Howind, Julia Dordel und Guido Tölke (v.l.),  Foto: © Marco Bruno
Ein Teil der "HdK" vor der Kamera: Marco Minwegen, Hendrik Römer, Ingo Voelker, Florian Hoff, Jan Prager, Nico Mölter, Hagen Waechter, Wolfgang Howind, Julia Dordel und Guido Tölke (v.l.), Foto: © Marco Bruno

"Wir haben uns zusammen getan, um Film- und Fernsehproduktionen die Möglichkeit zu bieten, lokales, qualifiziertes Fachpersonal zu finden, mit uns zu arbeiten und so Kosten zu sparen", sagt Hagen Waechter, freier Tonmeister aus Hannover. Aus einem losen Stammtisch zum Austausch von Erfahrungen und Networking ist mittlerweile die Interessenvertetung "HdK-Niedersachsen" geworden, wobei HdK für "Hinter der Kamera" steht.

"Fast alle Gewerke sind hier am Standort Niedersachsen, insbesondere in Hannover, vertreten", so Hagen Waechter. "Wir verstehen uns als Promoter für die Kollegen und Kolleginnen hinter der Kamera und suchen das Gespräch mit den Produktionsfirmen.“ Zu den regelmäßigen monatlichen Treffen sind alle eingeladen und viele kommen. Ob Kameraleute, Oberbeleuchter, Cutter, Locationscouts,  Masken- und Kostümbildner - eine vielfältige Bandbreite der Medienschaffenden findet sich ein.

Crewliste mit Freelancern und Firmen aus Hannover/Niedersachsen

Besonders hilfreich sei die Crewliste mit Freelancern und Firmen aus Hannover/Niedersachsen auf der HdK-Webseite: „Die Personalliste soll vor allem auch den interessierten Produktionsfirmen helfen, hiesiges Fachpersonal aus der Medienbranche zu finden. Zu Beginn haben wir uns selbst gewundert, wie viele Medienschaffende tatsächlich in Niedersachsen ansässig und auch hier tätig sind. Mittlerweile haben sich fast 100 Leute eingetragen. Viele Kontakte und Jobs beruhen auf Empfehlungen, dem klassischen Vitamin B. Diese Ebene wollen wir erweitern und auch den auswärtigen Produktionen zugänglich machen“, so Waechter. Die nordmedia als beratende Institution trage dazu bei. Außerdem würde ein enger Austausch zwischen HdK und den berufsständischen Verbänden gepflegt.

Neben seinen Engagements bei Filmproduktionen arbeitet Hagen auch direkt fürs Fernsehen. „Medienpolitik braucht langen Atem. Wir möchten dazu beitragen, dass die aktuellen Themen, die uns bewegen, auch in der Öffentlichkeit publik werden. Zum Beispiel tauschen wir uns intensiv über die Situation der Fernseh-Auftragsproduktionen und der EB-Leute aus. Mit Sorge beobachten wir einen deutlichen Job-Rückgang im Bereich EB. Viele Kollegen können bereits ihren Lebensunterhalt nur über ein zweites Standbein sichern. Die Ursachen sind vielfältig, es liegt aber sicher nicht an deren Qualifikation."

Niedersachsen habe, neben attraktiven Motiven und Drehorten, eine überschaubare, aber feine Medienszene. Die meisten seien in Hannover ansässig - nahe den Produktionsfirmen und dem Landesfunkhaus. Vieles drehe sich auch um Wirtschaftsfilm und Corporate Productions. Auch die in diesen Bereichen tätigen Kollegen möchte die HdK einbinden. „Wir wollen für alle und alles offen sein. Die Leute müssen nur kommen und zwanglos networken. Das schafft neue persönliche Kontakte und neue Perspektiven für alle.“ Interessierte, gleich ob Produktionsfirmen oder Medienschaffende, sind herzlich eingeladen.

Infos zu den kommenden Terminen, die Crewliste und die Ansprechpartner finden sich auf der HdK-Webseite:  www.hdk-niedersachsen.de

(Text: Ingo Voelker)