"Ostfriesen im Fehntjer Land"

TV-Feature von Johann Ahrends

Sendetermin: Fr, 18.08.2017, 20.15 Uhr, NDR-Fernsehen (Erstausstrahlung)

Die Ostfriesen im Fehntjer Land setzen sich stark für den Erhalt ihrer Heimat, der in Deutschland einmaligen Fehnlandschaft, ein. Der demografische Wandel und die fehlende Infrastruktur im ländlichen Raum machen ihnen Sorgen.

Der Name "Fehn" ist aus dem niederländischen übernommen. Er bedeutet dort "Moor". Orte mit der Endung ..."fehn" deuten auf eine genau festgelegte Kultivierungsmethode hin, nach der die Moore seit dem 17. Jahrhundert urbar gemacht wurden. Bei der Fehnkultur wurden zunächst schiffbare Kanäle angelegt. Dadurch konnten die angrenzenden Moorflächen teilentwässert und der Torf konnte abtransportiert werden. Heute sind die Kanäle mit den weißen Klappbrücken und Windmühlen attraktive touristische Ziele.

Fast 20 Kilometer lang ist der Kanal in Großefehn. Hier lebt Fritz Ottersberg. Regelmäßig trifft er sich mit seiner Rentnertruppe auf dem historischen Torfschiff "Frauke", um es in Schuss zu halten. Ihr Ziel ist es, noch einmal auf "große Fahrt" zu gehen und über die Kanäle bis in die Ems zu segeln. Doch dazu müssen sie Nachwuchs anheuern.

Der demografische Wandel und auch die schlechte Versorgungssituation ist ein Problem der Region im Nordwesten Niedersachsens. Doch es gibt Lösungsansätze. Die kleinen Tante-Emma-Läden sind fast verschwunden, nur in Mittegroßefehn konnte der Trend gestoppt werden. Dort hat sich die Jugendpflegeeinrichtung Leinerstift für den Erhalt des Dorfladens stark gemacht. Jetzt werden dort Jugendliche zum Einzelhandelskaufmann ausgebildet und erhalten eine Perspektive für ein Leben in der Fehnregion.

Viele Ostfriesen bemühen sich auch um den Erhalt ihrer Kulturlandschaft. Die Mühle im Ortsteil Spetzerfehn ist die einzige Mühle weit und breit, die noch wie vor über 100 Jahren arbeitet. Heye Steenblock hat gerade das Erbe seines verstorbenen Vaters angetreten. Er versucht, die alte Mühle in Betrieb zu halten. Von den Landwirten in der Umgebung bekommt er Getreide, das er dann zu hochwertigem Tierfutter verarbeitet. Das TV-Feature begleitet Menschen im Nordwesten Niedersachsens bei ihrem Engagement für die Region und zeigt den Landstrich in attraktiven Bildern.

Text: NDR

Fotos: © NDR/video-arthouse

Produktion: video:arthouse FILM UND FERNSEHEN GbR

Gefördert mit Mitteln der nordmedia - Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH.

Siehe auch: OSTFRIESEN IM FEHNTJER LAND