nordmedia skilltree SCREEN am 29.9.25 zum Thema "Serie: NON-PLUS-ULTRA vs. NO-GO"

Deepdive in das Schreiben von Serienformaten mit der niedersächsischen Drehbuchautorin Anneke Janssen

Am 29. September 2025 fand der skilltree SCREEN, nordmedias digitales Weiterbildungsformat für Filmschaffende, statt. Dieses Mal referierte Drehbuchautorin Anneke Janssen zum Thema „Serie: NON-PLUS-ULTRA vs. NO-GO“ und gab sowohl dem filmischen Nachwuchs als auch erfahren Filmschaffenden wertvolle Tipps und Hinweise beim Umgehen von Stolpersteinen zu der Grundfrage „Welches Format passt zu meiner Idee?“.

Gespickt mit vielen persönlichen Erfahrungen, holte die versierte Drehbuchautorin Anneke Janssen die mehr als 30 Teilnehmenden sympathisch und mit einem Augenzwinkern auf den desillusionierten Boden der Tatsachen: „Niemand kann einem sagen, wie man es richtig macht - alles ist eine Blackbox“.

Anneke Janssen scheint jedoch in ihrer Laufbahn einiges richtig gemacht zu haben: Die Serie „Achtsam Morden“, für die sie als Drehbuchautorin tätig war, gewann den diesjährigen Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie Beste Comedy-Serie. 

Referentin Anneke Janssen
Referentin Anneke Janssen

Grundlage für einen erfolgreichen seriellen Stoff sei es, die Marktlage zu prüfen, sich selbst seiner eigenen Fähigkeiten bewusst zu werden und eigene konkrete Anforderungen an sein Projekt zu stellen, so Janssens Herangehensweise. Zudem sei das „Kondensat“, also das Runterkochen der Idee auf das Wesentliche, ein wichtiger Teil des Prozesses und des professionellen Herangehens an die Frage, ob der Stoff in ein Serienformat oder einen Film passt. Ebenso wichtig sei es laut Janssen, die filmischen und erzählerischen Strukturen zu verstehen und im Dialog zu bleiben „mit dem, was man vorhat“.

Die Niedersächsin nahm sich viel Zeit für die Fragen der Teilnehmenden und zeigte unter anderem auf, wie „richtig und gut“ sich das Arbeiten aus Niedersachsen heraus für sie persönlich anfühlt. Sie sei Teil verschiedener Parallelwelten und sehe Niedersachsen als USP - denn in Niedersachsen sei es leichter Teil einer kleineren Struktur zu werden und in der Branche Fuß zu fassen. Des Weiteren führt sie die Notwendigkeit des Austausches mit der Branche vor Ort, den Nutzen eines eigenen Netzwerkes sowie die Unabdingbarkeit kollaborativen Arbeitens an eigenen Projekten an. Von den Erfahrungen, Erfolgen, aber auch Fehlern anderer zu lernen, sei eine wertvolle Ergänzung, schließt Janssen: „(Tägliches) Scheitern gehört dazu, ist wichtig und tut weh“. Ihre Prämisse lautet: „Weiter machen!“