35. Braunschweig International Film Festival

1. bis 7. November 2021, Braunschweig

Vom 1. bis zum 7. November findet das diesjährige Braunschweig International Film Festival (BIFF) an diversen Spielstätten der Löwenstadt  sowie mit zahlreichen Online-Streams statt. CineastInnen dürfen sich dabei auf insgesamt 228 Kurz- und Langfilme, 55 Premieren und darunter 42 Deutschland- sowie neun Weltpremieren freuen. Hinzu kommt eine beeindruckende Frauenquote sowie das bis dato höchstdotierte Preisgeld für die insgesamt neun Preise des BIFF: Das Braunschweig International Film Festival stellt sich mit einer hybriden Ausgabe stark auf. 

„Die Zeit der Corona-Pandemie haben wir für eine Transformation genutzt: Gemeinsam mit unseren Sponsoren und Förderern - und unter gemeinsamen Einsatz unsere Vereinsmitglieder sowie unserer hauptamtlichen Kolleg:innen - haben wir das Film Festival strukturell und konzeptionell neu aufgestellt“, skizziert Thorsten Rinke, Vorstandsvorsitzender des Filmfest-Vereins. Trotz Pandemie-bedingter Umstände, auch in der Film- und Kinobranche, sei es gelungen ein vielfältiges Programm auf die Beine zu stellen.

AM ENDE DER WORTE © NDR/Klinkerfilm/Alena Sternberg
AM ENDE DER WORTE © NDR/Klinkerfilm/Alena Sternberg

Festival-Eröffnung

Eröffnet wird das BIFF am 01. November standesgemäß mit einem Filmkonzert, das gemeinsam mit dem Staatsorchester Braunschweig des Staatstheaters Braunschweig in Zusammenarbeit mit dem Filmmuseum München realisiert wird. So zeigt das Festival zur Eröffnung die neue 4K-Restaurierung des expressionistischen Klassikers „Der Golem, wie er in die Welt kam“ aus dem Jahr 1920. Erstmalig seit über 90 Jahren wird Hans Landsbergers lange als verschollen geltende Premierenmusik dabei in großer symphonischer Orchesterbesetzung aufgeführt

Frauenpower und starke Filmauswahl

Angeführt wird das Braunschweig International Film Festival seit diesem Jahr von der neuen Doppelspitze Karina Gauerhof (Leitung Programmmanagement) und Anke Hagenbüchner (Leitung Festivalorganisation). Und auch im Programm selbst steht „Frauenpower“ im Fokus: 116 der 228 Filme entspringen der Leitung von Filmemacherinnen - mehr als die Hälfte aller Werke. „Nicht nur unser wichtiger Jurypreis ‚Die Tilda’ für den besten Film einer Regisseurin macht es deutlich: auch mit Blick auf die Filme selbst zeigt sich, dass die damit verbundene inhaltliche Auseinandersetzung in einen stärkeren Fokus rückt“, so Gauerhof.

Im Festival-Programm sind auch fünf nordmedia geförderte Filme dabei: Der Kinderfilm MARTIN UND DAS GEHEIMNIS DES WALDES (Petr Oukropec) wird präsentiert, in der Sektion "New German Films" werden AM ENDE DER WORTE (Nina Vukovic) und IVIE WIE IVIE (Sarah Blaßkiewitz) gezeigt. Wendla Nölle präsentiert ihr Spielfilmdebüt EIN GROßES VERSPRECHEN und der Kurzfilm NICHT GANZ DA (Martin König) feiert seine Weltpremiere auf dem Festival.

Sebastian Koch © Mathias Bothor
Sebastian Koch © Mathias Bothor

"Die Europa" für Sebastian Koch

Neun Preise werden beim diesjährigen BIFF insgesamt verliehen: Der mit 20.000 Euro mit Abstand höchstdotierte Preis: „Die Europa“, die Würdigung eines europäischen Schauspielers für sein Lebenswerk, erhält in diesem Jahr Sebastian Koch. Im Rahmen der Preisverleihung am 06. November im Großen Haus des Staatstheaters wird der Preis an den Grimme- und Bambi-Preisträger überreicht, der sich unter anderem mit dem Oscar-prämierten Werk DAS LEBEN DER ANDEREN“ international einen Namen machte.

Weitere Informationen wie das Festival-Programm finden Sie unter www.filmfest-braunschweig.de.