33. Int. Filmfestival Braunschweig mit Stargast Mario Adorf

19. bis 24.11.2019, Braunschweig

Mario Adorf in dem nordmedia-geförderten Dokumentarfilm ES HÄTTE SCHLIMMER KOMMEN KÖNNEN - MARIO ADORF © COIN FILM
Mario Adorf in dem nordmedia-geförderten Dokumentarfilm ES HÄTTE SCHLIMMER KOMMEN KÖNNEN - MARIO ADORF © COIN FILM

+++ „Die Europa“ für Mario Adorf +++ Eröffnung Filmkonzert DAS PIANO +++ Retrospektive für Helmut Zerlett +++ 108 Filme +++ Neuer Frauenfilmpreis „Die TILDA“ +++ Fünf nordmedia-geföderte Filme im Programm +++

Mario Adorf ist der Stargast des 33. Int- Filmfestivals Braunschweig (19.-24. November 2019). Das Festival ehrt den Schauspieler für seine herausragenden darstellerischen Leistungen und Verdienste um die europäische Filmkultur mit der „Europa“. Den mit 20.000 Euro dotierten Preis wird Mario Adorf am Samstag, 23.11.2019 im Großen Haus des Staatstheaters entgegen nehmen.

Das Festival zeigt eine Retrospektive mit sieben seiner Filme, Volker Schlöndorffs DIE BLECHTROMMEL und Rainer Werner Fassbinder LOLA sowie Dominik Wesselys neuer, nordmedia-geförderter Dokumentarfilm ES HÄTTE SCHLIMMER KOMMEN KÖNNEN  - MARIO ADORF, in der  Senta Berger und Margarethe von Trotta zu Wort kommen.

Im Festivalprogramm sind  182 Kurz- sowie 108 abendfüllende Spielfilme und Dokumentationen sowie sieben Filmkonzerte. Innerhalb der sechs Tage präsentiert das Festival über 200 Einzelveranstaltungen, Filmkonzerte, Vorträge, Präsentationen, Filmvorführungen, darunter zwei Welt-, eine internationale und 23 Deutschland-Premieren. 

Zehn europäische Debüt- und Zweitfilme, davon neun deutsche Premieren, stehen um gleich zwei Preise im Wettbewerb: den von einer Jury vergebenen „Volkswagen Financial Services Filmpreis“ und den Publikumspreis „Der Heinrich“. Beide Preise sind mit je 10.000 Euro dotiert.

Das Festival vergibt auch einen neuen Preis: „Die TILDA“. Acht Filme stehen im Wettbewerb um den mit 5.000 Euro dotierten Preis für die beste Regisseurin, der von 70 Braunschweiger Bürgerinnen ausgelobt wird. Ihr Anliegen ist es, Frauen in der Filmbranche sichtbarer zu machen.

Außerdem vergibt das Queere Netzwerk Niedersachsen (QNN) den mit 5.000 Euro Projektförderung verbundenen „Queeren Filmpreis Niedersachsen“. Darüber hinaus wird der mit  2.500 Euro dotierte „Green Horizons Award“, für den besten Film zum Thema Nachhaltigkeit vergeben. Zum zweiten Mal zeichnet eine  Gruppe Braunschweiger Filmfreunde den mit 3.000 Euro dotierten „Braunschweiger Filmpreis“ für die beste Newcomer-Schauspielerin/den besten Newcomer-Schauspielerin aus.

Eine Jury aus sechs jungen Deutschen und Franzosen vergibt den Deutsch-Französischen KINEMA-Jugendpreis für den besten Debütfilm aus Deutschland oder Frankreich.

Erstmals wird zudem der den mit 1.000 Euro dotierten „Heimspiel“-Preis für den besten Film aus der Region ausgelobt. Damit vergibt das BIFF Preisgelder im Gesamtwert von 58.500 Euro.

KLEINE GROSSE KÄMPFER © B-Filme
KLEINE GROSSE KÄMPFER © B-Filme

In der Heimspiel-Reihe sind auch vier nordmedia-geförderten Produktionen zu sehen: Die Dokumentarfilme KLEINE GROSSE KÄMPFER von Detlef Bothe (als Weltpremiere) und LOVEMOBIL von Elke Margarete Lehrenkrauss sowie der Kurzfilm MARINA von Julia Roesler und der Spielfilm BIS DIE WELT EINEN RAND BEKOMMT von Daniel Bertram.

Der „Weiße Löwe“ für das Lebenswerk eines zeitgenössischen Filmkomponisten geht an Helmut Zerlett. Der Kölner Komponist, Bandleader und Keyboarder hat die Musik zu bislang 22 Spielfilmen, 28 TV-Filmen und mehr als 90 TV-Serienerfolgen komponiert. Das Festival ehrt ihn mit einer Filmreihe. Zudem präsentiert Zerlett gemeinsam mit dem Staatsorchester Braunschweig und den „Akademix“, der Band der Deutschen Filmakademie, ein "Porträtkonzert" mit Suiten seiner Filmmusik.

Helmut Zerlett
Helmut Zerlett

Damit steht Helmut Zerlett im Mittelpunkt des Musikfilmfestivals „FxM: Film meets Music“, das sieben Filmkonzerte umfasst. Erstmals präsentiert das BIFF mit „Stories: The Path of Destinies“ ein interaktives Videospielkonzert - Live-to-Game bei dem das Staatsorchester von Rodrigo Lopez Klingenfuss geleitet wird. Das Konzert ist eine Kooperation mit Soundtrack-Cologne und dem Next Level - Festival for Games.

Die Stiftung Braunschweiger Land unterstützt das Stummfilmkonzert „The Home Maker“ der französischen Elektro-Popgruppe „The Penelopes“. Im Wolfsburger Sharoun Theater dirigiert Helmut Imig das Stummfilmkonzert „Ausgerechnet Wolkenkratzer!“ mit Harold Lloyd. Es spielt das Deutsche Filmorchester Babelsberg. Elektronische Musik steht auch bei der Edgar Allan Poe Hommage „Silent Poe“ von Jakob Gardemann und Christoph Seelinger sowie beim Filmkonzert „Wellenvorm & Patrick Müller“ auf dem Programm.

"The Penelopes"© Nicolas Bary & Laurent Koffel
"The Penelopes"© Nicolas Bary & Laurent Koffel

In weiteren Reihen zeigt das BIFF „Neues Internationales Kino“, wirft mit „Prime Time“ einen Blick auf die kommenden Arthouse Saison, präsentiert den aktuellen Stand der „Neuen deutschen Filme“, zeigt die Auswüchse des Social Media Konsums in der Reihe „Beyond: Self Display“, stellt mit „Sound on Screen- Festivaledition“ aktuelle Musikdokumentationen vor und gibt den im Horror- und Genrefilm unterrepräsentierten Frauen mit „Bloody Women at Midnight“ ein Forum.

Im Rahmen der „Industry Days“ informiert u.a. Rechtsanwalt Florian Glatz über „Blockchain in der Filmindustrie“, die Produzentin Frauke Korbmüller berichtet von ihrer Arbeit an dem nordmedia-geförderten, vielfach ausgezeichneten Spielfilm SYSTEMSPRENGER von Nora Fingscheidt und Journalistin Birgit Heidsiek stellt „Grüne Filmproduktion“ vor. Das APITs Lab ist Kooperationspartner der Industry Days und präsentiert zusammen mit Dr. Rolf F. Nohr (Professor für Medienwissenschaften, HBK Braunschweig) zum Thema "Gamifikation ist nicht alles" mit anschließender Diskussionsrunde.

GUNDERMANN © Pandora Film/Peter Hartwig
GUNDERMANN © Pandora Film/Peter Hartwig

Mit dem Projekt „Spät-Vorstellung: 30 Jahre danach - Wende Flicks und mehr“ erinnert das Festival an die Wendezeit aus der ostdeutschen Perspektive. Das Projekt umfasst eine sechsteilige Filmreihe aus den Jahren 1982-2018 - von Roland Gräfs MÄRKISCHEN FORSCHUNGEN bis Andreas Dresens GUNDERMANN - die Fotoausstellung „Meine LAST PICTURE SHOW“ mit Arbeiten des Regisseurs und Kameramanns Roland Gräf sowie das Theaterstück „Jutta Wachowiak erzählt Jurassic Park“, das bereits am 1. und 2. November im Staatstheater zu sehen sein wird.

Das Filmfestival eröffnet mit der Deutschlandpremiere des Filmkonzerts „Das Piano - Live in Concert“ in der Stadthalle Braunschweig. Die Musik von Michael Nyman zum vielfach preisgekrönten Film von Regisseurin Jane Campion spielt das Staatsorchester Braunschweig unter der Leitung von Andrew Berryman.

Weitere Informationen: www.filmfest-braunschweig.de