Das 46. Europäische Filmfestival Göttingen überzeugt mit Vielfalt und starken Premieren
Vom 20. bis 30. November 2025 bot das 46. Europäische Filmfestival Göttingen an elf Tagen ein umfangreiches Programm aus Premieren, internationalen Gästen und zahlreichen Publikumsgesprächen. Prägend war dabei erneut die enge Verbindung zwischen Filmschaffenden und Publikum: Gespräche im Anschluss an die Vorführungen, Begegnungen in den Festivalkinos „Lumière“ und „Méliès“ sowie im Festival Space machten das Kino zu einem Ort des Austauschs und der Diskussion. Diese Offenheit spiegelte sich auch in der regen Beteiligung am Publikumspreis wider, bei dem Besucher:innen nach jeder Vorstellung abstimmen konnten.
In der Sektion „Neues deutsches Kino“ präsentierten junge Regisseur:innen ihre Arbeiten persönlich vor Ort - ein fester Bestandteil des Festivals, der Raum für direkte Rückfragen und Diskussionen eröffnete. Auch der Kurzfilmwettbewerb „Mach mal halblang“ erwies sich erneut als wichtiger Programmpunkt. Die große Zahl an anwesenden Filmschaffenden unterstrich den Stellenwert des Kurzfilms als Plattform für Begegnung, Feedback und Vernetzung.
Der Länderschwerpunkt lag in diesem Jahr auf Produktionen aus Großbritannien und Irland. Zwölf Filme gaben Einblicke in aktuelle Entwicklungen der dortigen Filmszene. Ergänzt wurde das Programm durch Gespräche mit Regisseur:innen und Gästen sowie durch die Fortführung der Zusammenarbeit mit dem Filmfestival der Göttinger Partnerstadt Cheltenham. Darüber hinaus bot das Festival ein breites internationales Spektrum: Europäische Produktionen, aktuelle Arbeiten renommierter Regisseur:innen sowie thematisch vielfältige Beiträge aus Italien und anderen Ländern prägten das Programm.
Die Sektion „Über Grenzen“ rückte Filme in den Fokus, die sich mit Migration, Identität und gesellschaftlichen Umbrüchen auseinandersetzen und dabei unterschiedliche filmische Formen erprobten. Viele der gezeigten Arbeiten luden dazu ein, die behandelten Themen über den Kinosaal hinaus weiterzudenken.
Zentraler Treffpunkt des Festivals war erneut das Bistro Luna im „Méliès“, das mit seiner offenen Atmosphäre Raum für Gespräche bot. Ein begleitendes Rahmenprogramm mit Festivalparty, Karaoke und Kneipen-Filmquiz, realisiert in Kooperation mit lokalen Partnern, ergänzte das Filmangebot und trug zur Vernetzung von Publikum, Gästen und Filmschaffenden bei.
Weitere Informationen: www.filmfest-goettingen.de
