Abschlusspräsentation 2025 CLOSEUP Bremen
Am 12. Dezember 2025 präsentierten die CLOSEUP-Teams ihre im Rahmen des neunmonatigen Stipendiums entwickelten Projekte. Die Abschlussveranstaltung bot Einblicke in die künstlerischen Prozesse, zeigte thematische Schwerpunkte auf und lud zum Austausch mit Mentor:innen, den CLOSEUP-Teams sowie dem Publikum ein.
Das Team DESTROY?! um Elard Lukaczik stellte Ausschnitte aus der multimedialen Oper SCHAUM vor, die in der Kneipe des Horner Eckhauses realisiert wurde. In drei ausverkauften Aufführungen zeigte das Projekt zeitgenössische Oper im Zusammenspiel mit Alltagskultur. Zum Team gehören zudem das Künstler- und Komponistenduo Paul Hauptmeier und Martin Recker. Das eigens für die Oper entwickelte Libretto, welches gesellschaftliche Stammtischthemen in einen ungewöhnlichen künstlerischen Kontext überführte, wurde von den Opernsängerinnen Anna Conangla und Lidia Luciano interpretiert.
Anschließend erfolgte mit KLIMA-KLANG ein künstlerischer Tauchgang ins Wattenmeer. Das Team - Anna Pagnone, Nadezhda Sokolova und Florian Wience - übersetzte ozeanographische Daten, Umweltgeräusche und Wetterveränderungen mittels Sonifikation in eine eindrucksvolle Klanglandschaft. In Kombination mit Videoelementen macht das Projekt die Auswirkungen des Klimawandels auf sinnlich-emotionale Weise erfahrbar und wurde am 6. Dezember 2025 im Focke-Museum Bremen erfolgreich präsentiert.
Den Abschluss bildete COLLECTIVE CARE LAB BREMEN von Clara Alisch, Leonard Rokita und Anastasia Zeller. Die Initiative entwickelte ein hybrides Forum zur Sichtbarmachung von Care-Arbeit und förderte in einem dreitägigen Pop-up Care-Raum im Domshof Forum den Austausch sowie den Aufbau nachhaltiger Netzwerke solidarischer Fürsorge mittels Vorträge, Workshops und anderen, kreativen Formaten.
Die Abschlusspräsentation verdeutlichte die inhaltliche Vielfalt und hohe Qualität der im Programm CLOSEUP Bremen entstandenen Projekte und markierte zugleich den Auftakt für deren weitere Entwicklung und Sichtbarkeit über das Stipendium hinaus.
Credits: @hannes_von_der_fecht
