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Produktionsjahr
Sonstiges

DER VERDAMMTE - HELMUT BERGER, MEINE MUTTER UND ICH

Genre
Dokumentarfilm
Format
HD
Länge
82 min
Land/Jahr
DE 2019
Regie
Valesca Peters

Alles begann als meine frisch getrennte Mutter im Sommer 2016 aus Langeweile alte Filme googelt. „Ja, was macht eigentlich Helmut Berger“, fragt sie sich und gibt den Namen in die Suchmaske ein. Was sie dann im Netz entdeckt, schockiert sie. Von der einstigen Ikone scheint nur noch ein suchtkranker, verwirrter Schatten übrig geblieben zu sein, der - wenn überhaupt - nur noch mit Skandalen von sich reden macht. Sie versteht nicht, wie das passieren konnte und beschließt den offenbar katastrophalen Niedergang des einst „schönsten Mannes der Welt“ aufzuhalten. Sie ist überzeugt: Helmut Berger braucht nur einen seriösen Job, dann wird er schon wieder.

Es gibt dabei allerdings einen Haken: meine Mutter ist im wahren Leben Finanzcontrollerin - und der einzige Anknüpfungspunkt zur Welt des Films bin ich. Ich nehme das Ganze jedoch nicht sonderlich ernst, werde aber bald eines Besseren belehrt. Helmut Berger will sie treffen! Nun bin auch ich langsam überzeugt, dass man das irgendwie filmisch begleiten sollte. Und so kommt es, dass wir mit Helmut eine abenteuerliche gemeinsame Zeit in Salzburg, Paris und Berlin verbringen. Und so sitzt dann plötzlich dieser einstige Gott der Leinwand auf dem Sofa meiner Mutter in einem Bauernhaus in Niedersachsen. Und er bleibt - mehrere Monate. Der kapriziöse Schauspieler trifft auf die bodenständige Dorfbevölkerung. Meine 81-jährige Oma kann kaum fassen, dass der Mann aus GEWALT UND LEIDENSCHAFT nun Kaffee aus ihren Sammeltassen trinkt.

Während er mit großem Vertrauen sein ganzes Leben vor uns ausbreitet, verwischen die Grenzen zwischen Filmteam, Weltstar und Familie. Denn zwischen meiner Mutter und Helmut entwickelt sich tatsächlich eine außergewöhnliche Freundschaft - mit Höhen und Tiefen. DER VERDAMMTE ist ein intimer, liebevoller Blick auf einen sensiblen Künstler, ein Film über Familie und das Altern, über Aufstehen und Abstürze - und darüber, dass sich ein Stück Würde im Leben manchmal wieder zurückholen lässt.

Buch, Regie: Valesca Peters

Dramaturgie: Sebastian Winkels

Produktion: Kobalt Documentary GmbH

Koproduktion: 3sat, ORF

Produzentin: Katrin Sandmann

Creative Producer: Anahita Nazemi

Produktionsleitung, Herstellungsleitung: Nick Strobl

Kamera: Patrick Jasim, Andreas Schiller

Ton: Julius Hofstädter

Schnitt: Valesca Peters

Musik: David Minor

Sprecherin: Valesca Peters

Mitwirkende: Helmut Berger, Bettina Vorndamme, Karla Vorndamme, Ophelia Gassmann, Christophe Montenéz, Samia Tahanouti, Dr. Dietmar Peikert, Richard Maschke, Birgit Insinger, Ernst Stahlhut, Matthias Harder, René Fietzek, Albert Serra, Maurici Farré, Doris Kohn, Christin Bahro

Redaktion: Nicole Baum, 3sat; Michael Meister, ORF

Foto: © René Fietzek

Drehorte: Nordsehl, Paris, Berlin, Salzburg

Drehzeit: 06/2016-06/2018

Produktionsstand: Endfertigung

Premiere: Frühjahr 2019

Verleih: Edition Salzgeber

Förderung: nordmedia - Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH (Produktion)

 

Information:

Kobalt Documentary GmbH

Anahita Nazemi

Torstr. 105-107

10119 Berlin

Tel.: +49 (0)30-24 08 96 25

E-Mail: anahita.azemi@kobalt.de

kobalt.de