"Sterben"
Spielfilm von Matthias Glasner
Mediathek: Online verfügbar vom 04.10.2026 bis 03.11.2026, arte.tv + vom 05.10.2026 bis 06.11.2026, 3sat Mediathek; Sendetermine: Mo, 05.10.2026, 22.15 Uhr, ARTE; Mi, 07.10.2026, 22.25 Uhr, 3sat
Die Familie Lunies hat sich über die Jahre verloren, das Leben hat sie auseinandergetrieben. Doch als der Tod in ihr Leben tritt, begegnen sie sich wieder und versuchen, sich einander anzunähern … Zwischen Schmerz, Streit, schwarzem Humor und unerwarteten Momenten der Nähe erzählt STERBEN von den Brüchen einer Familie und der Intensität des Lebens angesichts seiner Endlichkeit.
In STERBEN geht es um die Familie Lunies, die schon lange keine mehr ist. Erst als der Tod, der alte Bastard, auftaucht, begegnen sie sich wieder. Lissy Lunies, Mitte 70, ist im Stillen froh darüber, dass ihr dementer Mann langsam dahinsiechend im Heim verschwindet. Doch ihre neue Freiheit währt nur kurz, denn Diabetes, Krebs, Nierenversagen und beginnende Blindheit geben ihr selbst nicht mehr viel Zeit.
Im Zentrum dieses Panoptikums der Todgeweihten aber steht ihr Sohn, der Dirigent Tom Lunies, Anfang 40. Mit seinem depressiven besten Freund Bernard arbeitet er an einer Komposition namens "Sterben", und der Name wird zum Programm. Gleichzeitig macht ihn seine Ex-Freundin Liv zum Ersatzvater ihres Kindes, das eigentlich auch sein eigenes hätte sein können.
Toms Schwester Ellen beginnt währenddessen eine wilde Affäre mit dem verheirateten Zahnarzt Sebastian. Die beiden verbindet die Liebe zum Alkohol. Sie verweigert sich, im System zu funktionieren, und wählt stattdessen die Lust und den Rausch. Aber alles im Leben hat seinen Preis.
Matthias Glasner begibt sich in seinem bislang persönlichsten Film auf den Drahtseilakt Leben, in all seiner physischen Wucht und sinnlichen Dringlichkeit - getragen von einem hochkarätigen Ensemble. STERBEN feierte Premiere im Wettbewerb der Berlinale 2024, wo Matthias Glasner den Silbernen Bären für das beste Drehbuch gewann. Auch wurde STERBEN vierfach mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet: als bester Spielfilm, für die beste weibliche Hauptrolle, die beste männliche Nebenrolle und die beste Filmmusik.
Text: ARTE
Fotos: © Jakub Bejnarowicz/Port au Prince/Schwarzweiss/Senator 2024
Produktion: Port au Prince Film & Kultur Produktion GmbH, Schwarzweiss Filmproduktion GmbH, Senator Film Produktion GmbH in Koproduktion mit ZDF in Zusammenarbeit mit ARTE sowie Rotor Film, Wefadetogrey, Magic Media Production
Förderung: Film- und Medienstiftung NRW GmbH; Moin Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein GmbH; Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH; FFF − FilmFernsehFonds Bayern; nordmedia - Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH; BKM - Bundesministerium für Kultur und Medien; FFA − Filmförderungsanstalt
Siehe auch: STERBEN
