"Kunstzerstörer: Das letzte Tabu der Kunstwelt"
Dokumentation von Sascha Schmidt
Mediathek: Online verfügbar bis 30.01.2027, arte.tv
Die Zerstörung von Kunstwerken ist eines der letzten großen Tabus der Kunstwelt. Immer wieder werden Gemälde, Skulpturen und andere Werke angegriffen und zerstört. Doch wer sind die Täter? Was treibt sie an? Und wie lassen sich Kunstwerke effektiv schützen? Die zweiteilige Dokumentation befasst sich mit einem kaum erforschten Phänomen und begibt sich auf die Spuren der Kunstzerstörer.
Hans-Joachim Bohlmann zerstörte als Säureattentäter in den 1970er und 1980er Jahren Gemälde im Wert von mehreren 100 Millionen Euro. Sein Motiv: größtmögliche Aufmerksamkeit. Doch was treibt andere Kunstzerstörer an? Als der Exil-Iraner Tony Shafrazi - heute einer der bekanntesten Kunsthändler der Welt - 1974 Picassos Antikriegswerk „Guernica“ mit Farbe besprühte, wollte er ein Zeichen gegen den Vietnamkrieg setzen. Der Performancekünstler Pierre Pinoncelli, der gleich zweimal den „Fountain“ von Marcel Duchamp attackierte, erklärte seine Tat dagegen zur Kunstaktion.
Doch wo verläuft die Grenze zwischen Happening und Sachbeschädigung? Ungeklärt ist dagegen eine Ölattacke auf der Berliner Museumsinsel, die 2020 stattfand und bei der rund 70 Werke beschädigt wurden. Ein spektakulärer Fall, der bis heute Rätsel aufgibt.
In der zweiteiligen Dokumentation kommen unter anderem Ermittlungsbehörden, Restauratoren, Psychiater und auch Täter zu Wort und versuchen das Phänomen Kunstzerstörung zu erklären.
Text: ARTE
Fotos: © Zentralfilm
Produktion: Zentralfilm
Weitere Sendetermine: So, 27.08.2023, 09.20 Uhr, ARTE (Erstausstrahlung); So, 22.03.2026, 09.30 Uhr, ARTE
Gefördert mit Mitteln der nordmedia - Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH.
Siehe auch: DIE KUNSTZERSTÖRER
