"Findet Felix! - Das gestohlene Baby"

Doku-Serie von Peter Dörfler

Sendetermine: Mi, 25.02.2026, ab 22.50 Uhr, NDR-Fernsehen (Folge 1-3); Mediathek: Online verfügbar bis 16.12.2027, 05.00 Uhr, ARD Mediathek

Dresden, 1984: Ein fünf Monate altes Baby verschwindet plötzlich aus einem Kinderwagen vor dem „Centrum“-Warenhaus. Heute wäre Felix 41 Jahre alt - und vermutlich lebt er unter falschem Namen irgendwo in Russland. Die dreiteilige ARD CrimeTime-Dokumentation rollt einen der rätselhaftesten Entführungsfälle der deutschen Nachkriegsgeschichte neu auf - und begleitet eine Familie, die die Suche nach ihrem Sohn seit über vier Jahrzehnten nicht aufgibt. Mit Hilfe von Cold-Case-Ermittler, DNA-Datenbanken, KI-Technologie und alten Stasi-Akten führt die Spur von Dresden über sowjetische Militärverwaltungen bis ins heutige Kaliningrad.

Folge 1: Der leere Kinderwagen

Dresden, 1984: Ein Säugling verschwindet spurlos aus einem Kinderwagen vor dem „Centrum“-Warenhaus. Die Kriminalpolizei (Kripo) fahndet mit 50 Beamten - doch das Kind bleibt verschwunden. Erst als eine Woche später ein Findelkind in einem Hausflur auftaucht, kommt Bewegung in den Fall. DNA-Spuren und Ermittlungen ergeben: Beide Babys sind Teil desselben Verbrechens. Die Stasi wird eingeschaltet, Hinweise führen zur Sowjetarmee - doch Baby Felix bleib verschwunden. Jahrzehnte später rollen die Eltern den Fall selbst auf, mit Hilfe von KI, alten Akten und neuen Ermittlern. Ihre Frage: Was, wenn Felix nie gesucht wurde, weil man ihn nie finden wollte?

Folge 2: Spur nach Russland

Kaliningrad, 2016: Jahrzehnte nach Felix’ Verschwinden erhält Vater Eberhard einen rätselhaften Anruf aus Russland. Eine Spur führt ihn zu Jurij Senko - einem Mann, der einst für den Geheimdienst KGB gearbeitet hat und ungeahnte Details über den Fall preisgibt. In einer Garage überreicht Senko ein Bernsteinbild. Eine neue Spur? Die Ermittlungen führen zurück in die 1980er: zu einem sowjetischen Armee-Krankenhaus in Dresden, zu einer möglichen Verschwörung, einem gezielten Kindes-Austausch - und zu Verbindungen in den Machtapparat der damaligen Sowjetunion. Lebt Felix heute als erwachsener Mann unwissend unter anderem Namen in Russland?

Folge 3: Ganz nah dran

Moskau, 2006: Die Eltern von Felix treffen erstmals einen russischen Militärstaatsanwalt - angeblich mit Auftrag von Staatschef Wladimir Putin. Die versprochene Hilfe gerät ins Stocken. In Deutschland bleiben zentrale Ermittlungsakten unter Verschluss - aus Gründen der Geheimhaltung. Ein ehemaliger Ermittler vermutet: Der Täter könnte als Quelle, Spion oder gar Doppelagent gearbeitet haben. Während neue DNA-Spuren ausgewertet und alte Beweismittel erneut geprüft werden, steht am Ende eine unbequeme Frage: Ist der Fall Felix ein Familiendrama - oder längst ein Politikum?

Text: SWR

Fotos:  © SWR/ Doclights

Produktion: Doclights GmbH

Weitere Sendetermine: Mi/Do, 07./08.01.2026, 01.00 Uhr (Erstausstrahlung Folge 1) + 01.30 Uhr (Erstausstrahlung Folge 2) + 02.00 Uhr (Erstausstrahlung Folge 3), SWR-Fernsehen

Gefördert mit Mitteln der nordmedia - Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH.
 

Siehe auch: FINDET FELX!