"Fetisch Karl Marx"

Dokumentation von Torsten Striegnitz und Simone Dobmeier

Sendetermin: Mi, 02.05.2018, 21.40 Uhr, ARTE (Erstausstrahlung)

Marx hat den Marxismus überlebt. Den Antimarxismus auch. Und noch immer ist er der meistzitierte Ökonom der Welt. Können wir mit Hilfe von Karl Marx unsere komplexe Welt erkennen, gar verändern? Oder ist der aktuelle Marx-Hype ein Placebo in unsicherer Zeit? Die Entmystifizierung eines Denkmals zu seinem 200. Geburtstag am 5. Mai 2018.

Die Welt, in der er sich bewegt, befindet sich im Umbruch. Im Film lösen sich Fabrikanlagen, Wohnhäuser und Straßenkreuzungen in digitale „Point Clouds“, weiße Punkte auf schwarzem Hintergrund, auf. 30 Experten entwerfen in einem „War-Room“ ein Krisenszenarium für das Jahr 2026. Eine Wirtschafts- und Finanzkrise, der nicht nur rasante Verarmung in den Industrieländern und eine Wirtschaftsmigration in riesigem Ausmaß folgt, sondern auch das Zusammenbrechen staatlicher und gesellschaftlicher Strukturen. Der Marx-Think-Tank diskutiert über Relevanz oder Nicht-Relevanz von Karl Marx in unserer Zeit.

Die Experten sind unter anderem: Ulrike Herrmann, Wirtschaftsjournalistin und Autorin von „Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung“; Gareth Stedman Jones, Historiker und Marx-Spezialist aus Cambridge; Andres Veiel, Regisseur und Initiator des „War-Rooms“ und begeisterter Leser des „Manifests“. Am Ende von FETISCH KARL MARX liegt ein Götzenbild am Boden. Der Kapitalismus ist nicht zu bändigen. Die Rettung liegt nicht in Marx - die Rettung liegt allein in dieser Erkenntnis.


Text: ARTE

Fotos: © Medea Film/Dobmeier, Striegnitz, Kerst


Produktion: Medea Film - Irene Höfer


Gefördert mit Mitteln der nordmedia - Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH.

Siehe auch: FETISCH KARL MARX