Max Ophüls Preis: Doppelte Auszeichnung für „Wovon sollen wir träumen“
Beim 47. Filmfestival Max Ophüls Preis in Saarbrücken hat der Spielfilm WOVON SOLLEN WIR TRÄUMEN von Milena Aboyan und Constantin Hatz zwei Auszeichnungen erhalten: den Publikumspreis Spielfilm sowie den Preis der Ökumenischen Jury.
WOVON SOLLEN WIR TRÄUMEN erzählt von den sich kreuzenden Wegen dreier Frauen. Laura ist seit Kurzem Freigängerin und sollte sich aus Konflikten heraushalten. Aber als ein Mann die Kurdin Evîn rassistisch beleidigt, stellt sie sich schützend vor die Frau. Die Situation eskaliert und Polizistin Julia kommt dazu, um den Streit zu schlichten. Für einen kurzen Moment streifen sich die Schicksale der drei Frauen - ehe sie in getrennten Bahnen weitertreiben und in ihren eigenen Überlebenskampf zurückkehren.
Der Film feierte seine Weltpremiere im Wettbewerb des Max Ophüls Preis 2026 und überzeugte sowohl Publikum als auch Jury. Die Entscheidung begründeten sie wie folgt: „Was tragen wir in uns? Was geben wir weiter? Unsere Geschichte, unsere Verletzungen, unsere Menschlichkeit? Der Film zeigt in einem behutsamen Erzählfluss, dass alles zusammenhängt. Dass Empathie und Nähe möglich und zugleich schwierig sein können. Er lädt mit klaren Bildern dazu ein, genauer hinzusehen: auf Gewalterfahrung, Ausgrenzung, innere und äußere Kämpfe. Am Ende steht die leise Hoffnung, dass Heilung möglich wird, wo jemand den Mut hat, aus dem Schicksalhaften auszubrechen.“
Der Film startet am 19. Februar im Verleih von ProU Producers United Film / Filmwelt in den Kinos.
Neben diesem Erfolg feierten auch zwei weitere nordmedia-geförderte Spielfilme beim Festival ihre Premiere im Wettbewerb:
- HYGGE von Lena Fakler & Zarah Schrade
- RUN ME WILD von Catharina Lott
Der Max Ophüls Preis gilt als eine der wichtigsten Plattformen für den deutschsprachigen Nachwuchsfilm und bietet jungen Filmschaffenden eine zentrale Bühne für ihre Arbeiten.
