Setbesuch in Hannover: "Der Fall Josephine (AT)"

Am Set von DER FALL JOSEPHINE (AT) im Lichtlabor in Hannover (v.l.): Fabian Teichmann (Schnitt), Katharina Zerr (Szenenbild), Carina Ristenpart (Ausstattung), Susanne Lange (Film Commission nordmedia), Rike Tödter (Förderreferentin nordmedia), Petra Schleuning (Leiterin Film- und Medienförderung nordmedia), Bernd Hermes (Kamera), Ina Kessebohm (Regie), Neil Machande (Kameraassistenz), Lea Helen Hepe (Produktionsleitung), Rudi Urban (Kameraassistenz) und Jonas Reddersen (Licht) © Beetz Brothers film production
Am Set von DER FALL JOSEPHINE (AT) im Lichtlabor in Hannover (v.l.): Fabian Teichmann (Schnitt), Katharina Zerr (Szenenbild), Carina Ristenpart (Ausstattung), Susanne Lange (Film Commission nordmedia), Rike Tödter (Förderreferentin nordmedia), Petra Schleuning (Leiterin Film- und Medienförderung nordmedia), Bernd Hermes (Kamera), Ina Kessebohm (Regie), Neil Machande (Kameraassistenz), Lea Helen Hepe (Produktionsleitung), Rudi Urban (Kameraassistenz) und Jonas Reddersen (Licht) © Beetz Brothers film production

Am 28. Mai 2026 waren wir am Set im Studio Lichtlabor in der Südstadt von Hannover. Hier wurden in der Hohlkehle des Studios Szenen für die nordmedia-geförderte True-Crime-Serie DER FALL JOSEPHINE (AT) von Regisseurin Ina Kessebohm mit einem zwölfköpfigen Team gedreht.

Die Serie greift einen wahren Justizfall auf und beleuchtet seine Hintergründe: Eine junge Frau aus Goslar beschuldigt ihre Mutter und ihren Stiefvater des jahrelangen sexuellen Missbrauchs. Daneben noch Dutzende weitere Personen, die mit ihnen gemeinsame Sache gemacht haben sollen. Es geht um angebliche Gruppenvergewaltigungen, Gewaltexzesse, Folter und einen Mordplan. Für diese grauenvollen Taten werden die Eltern des Mädchens zu hohen Haftstrafen verurteilt. Der Fall schlägt medial hohe Wellen. Doch mit der Verurteilung ist der Fall nicht abgeschlossen, sondern erst der Anfang einer Suche nach der Wahrheit.

„Zur Rekonstruktion des Falls haben wir Interviews mit verschiedenen Beteiligten geführt. Diese haben Situationen geschildert, die wir hier im Studio mit Bildern hinterlegen“, erklärt Produktionsleiterin Lea Helen Hepe beim Setbesuch. Regisseurin Ina Kessebohm hat sich dabei nicht, wie sonst oft üblich, für Reenactments entschieden, sondern für eine auf wenige Objekte reduzierte, abstrakte Darstellung. „Wir bewegen uns hier zum Teil im Bereich der sexualisierten Gewalt. Eine Umsetzung mit Personen erschien mir unpassend. Die Szenen sollen ihre Wirkung durch Leerstellen entfalten, die das Publikum mit den eigenen Assoziationen zu der jeweiligen Situation füllen kann“, ordnet Regisseurin Ina Kessebohm das Szenenbild ein. „Unser Kameramann Bernd Hermes hat die Konzeption des Szenenbilds übernommen, und unsere Szenenbildnerin Katharina Zerr hat zusammen mit der Ausstatterin Carina Ristenpart am Set gerade sehr viel zu tun“, berichtet Lea Helen Hepe. Ob Szenen am Esstisch, auf dem Polizeipräsidium oder im Badezimmer - alles wird in der Hohlkehle des Studios an drei Drehtagen ins Bild gesetzt. Und obwohl bei den Aufnahmen ohne Originalton gedreht wird, herrscht konzentrierte Stille am Set.

An insgesamt drei von 20 Drehtagen dreht das Filmteam im Studio Lichtlabor in Hannover. „Es ist eine tolle Zusammenarbeit mit allen Beteiligten und auch eine großartige Unterstützung von den lokalen Dienstleistern Media TV Systeme und Cineteam Hannover, die uns in allen Belangen schnell und unkompliziert unterstützt haben“, freut sich Lea Helen Hepe. „Dank der guten Vorarbeit von Locationscout Andrea Giesel haben wir an tollen Motiven gedreht. Und es war uns auch möglich, an Originalschauplätzen wie einer Lokalredaktion in Braunschweig, im Polizeipräsidium in Goslar, im Amtsgericht Hannover und im Landgericht Braunschweig zu drehen. Trotz laufenden Betriebs waren alle Motivgeber sehr freundlich und aufgeschlossen, was wirklich nicht selbstverständlich ist“, betont die Produktionsleiterin. Seit Mitte Januar und noch bis Juli 2026 wird die Serie in Braunschweig, Goslar, Göttingen, Hannover, Salzgitter und Kiel gedreht.

DER FALL JOSEPHINE (AT) wird von der Beetz Brothers Film Production GmbH für die ARD Crime Time produziert. Produzent ist Reinhardt Beetz, Producerin Anne Breer. Die Redaktion beim NDR verantworten Florian Müller, Norbert Lorentzen und Stefanie Gromes. Förderreferentin Rike Tödter betreut die Produktion vonseiten der nordmedia. Die True-Crime-Serie wird mit Mitteln der nordmedia Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen gefördert und voraussichtlich schon im Herbst 2026 in der ARD Mediathek zu sehen sein.

Siehe auch: DER FALL JOSEPHINE (AT)