YEZIDIAN VOICES - OUR SUN NEVER SETS
- Genre
- Dokumentarfilm
- Format
- 4 K
- Länge
- 65 min
- Land/Jahr
- DE 2024
- Regie
- Clara Schillinger, Jiwan Hasen, Talea Rullkötter
Wenn Shireen, Aras und Ziyad erzählen, ist es unmöglich ihnen nicht zu zuhören. Alle drei sind Betroffene des 2014 an den Jesiden begangenen Völkermordes. Der IS hat ihre Familie auseinandergerissen, ihre Heimat und Zukunft zerstört. Shireen wurden gefangen genommen und versklavt. Wie die drei ihre Vergangenheit nutzen, um sich eine starke Zukunft aufzubauen, davon erzählt und handelt dieser Film. Von Stärke, Vorbildern und Schicksalen, die mit großen und manchmal kleinen Schritten in Richtung Zukunft gehen.
Auf den ersten Blick wirken die Leben von Shireen, Aras und Ziyad wie die vieler junger Leute. Aber die Folgen des Völkermords zeichnen sie bis heute: Ziyad war für fünf Stunden beim IS gefangen und hätte eigentlich sterben sollen. Nach seiner Flucht aus dem Irak lebt er in Deutschland. Über das Erlebte zu reden, ist seine größte Herausforderung.
Auch Aras findet in Deutschland eine neue Heimat. Über Nacht bekam er im August 2014 die Verantwortung für seine fünf jüngeren Geschwister. Sein Vater ist unauffindbar, seine Mutter, Oma und seine beiden älteren Schwestern waren Sklavinnen des IS. Auch wenn seine Familie wieder frei ist, die Sorgen bleiben. Deswegen besucht er seine Schwester Shireen in Kurdistan, Irak. Sie ist eine starke, selbstbewusste und unabhängige junge Frau, die versucht, sich nach drei Jahren Gefangenschaft eine Zukunft aufzubauen. Wenn sie über ihre Vergangenheit spricht, erzählt sie das Schicksal von tausenden jesidischen Frauen. Sie wurden von Kämpfern des Islamischen Staates vergewaltigt, misshandelt und verkauft.
Die Geschwister zeigen eine Welt, die vielen in Europa vorenthalten wird. Sie teilen nicht nur die Orte ihrer Geschichte, sondern gewähren Einblicke in die jesidische Kultur und lassen teilhaben, an dem Leid, der Angst, aber auch der Hoffnung.
Buch, Regie, Prouzent:innen, Kamera, Ton, Schnitt: Clara Schillinger, Jiwan Hasen, Talea Rullkötter
Produktion: Master Fernsehjournalismus und Dokumentarfilm der Hochschule Hannover
Fotos: © Clara Schillinger, Jiwan Hasen, Talea Rullkötter
Drehorte: Deutschland (Hannover, Rottweil), Nordirak (Kurdistan)
Drehzeit: 10/2022 - 01/2023
Erstaufführung: 25.04.2024, Göttingen
Förderung: nordmedia - Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH in Kooperation mit dem Film- und Medienbüro Niedersachsen (mediatalents Niedersachsen); Goethe Institut Irak
Information:
Talea Rullkötter
E-Mail: talea.rullkoetter@stud.hs-hannover.de








