"Die Unterems - Leben mit den Kreuzfahrtriesen"

Dokumentation von Svenja Harks

Sendetermin: Fr, 09.03.2018, 20.15 Uhr, NDR-Fernsehen (Erstausstrahlung)

371 Kilometer sind es von der Quelle bis zur Mündung, damit ist die Ems der längste Fluss, der durch Deutschland fließt und dabei den Namen behält. Fast jedem ist der Fluss bekannt, denn auf seinem unteren Abschnitt werden die größten Kreuzfahrtschiffe der Welt von der Werft in Papenburg zur Nordsee geschickt, einmal quer durch Ostfriesland. Jede Überführung ändert für kurze Zeit das Leben von Touristen und Einheimischen.

Einer von ihnen ist Albert Smidt aus dem ostfriesischen Bingum. Außendeichs besitzen er und seine Familie 20 Hektar Land. Bei jeder Schiffsüberführung stehen seine Weiden mehrere Tage lang unter Wasser und werden mit Schlamm überzogen. Seit Jahren diskutieren die Menschen in der Region darüber. Umweltschützer, Fischer und Bürgerinitiativen fordern, dass die Werft von Papenburg an die Küste verlagert wird. Doch sie sichert auch fast 3.500 Arbeitsplätze allein auf der Werft. Die Auftragsbücher sind voll und die Region profitiert.

Im ostfriesisischen Weener, der beschaulichen Kleinstadt direkt an der Unterems, rücken zu jeder Überführung Hunderte Schaulustige an. Darunter sind immer auch knapp 150 Wohnmobilisten, die von Hafenmeister Heiner Düring höchstpersönlich mit Frühstück und Bratwurst versorgt werden. Und wenn es dann endlich los geht, kommt wahrscheinlich keiner dem Kreuzfahrtschiff so nahe wie er: Dinus Voß, Wärter auf der Jann-Berghaus-Brücke. Sie ist eine der größten Klappbrücken Europas und das Nadelöhr für die Ozeangiganten. Dinus Voß kann von seinem Aussichtsturm das Schiff fast berühren!

Die Reportage ist dabei, als ein Kreuzfahrtschiff auf die Reise geht und zeigt aus unterschiedlichen Perspektiven, wie die Menschen mit der Überführung umgehen und wie sie ihr Leben beeinflusst.

 

Text: NDR

Fotos: © NDR/MfG-Film/Svenja Harks

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Siehe auch: DIE UNTEREMS