Stade / Cuxhaven
Die Region Cuxhaven, das Gebiet zwischen Elbe und Weser, im Süden in etwa durch die Autobahn Bremen- Hamburg begrenzt, wird im Volksmund „das nasse Dreieck" genannt.
Cuxhaven, die nördlichste Stadt Niedersachsens, war über Jahrhunderte ein Außenposten Hamburgs. Hier müssen alle Schiffe vorbei, die den Hamburger Hafen ansteuern. Amandus Augustus Abendroth, ein Hamburger Beamter, war es, der Anfang des 19. Jahrhunderts die Grundlagen des heutigen Seefischmarktes und des Seebades legte. Der Hafen der Stadt, erst 1892 durch die Marine gegründet, wurde schnell zu einem der wichtigsten Häfen Deutschlands. Cuxhaven wird auch als Drehort für Film und Fernsehen immer beliebter.
Die Geschichte des
Küstenstreifens läßt sich im Nationalparkzentrum Wattenmeer in
Cuxhaven verfolgen. Die vielen Megalith-, Hünen- und
Hügelgräber weisen auf eine Besiedlung des Gebietes vor
mehreren tausend Jahren hin.
Seit 1986 steht das Wattenmeer als Nationalpark unter Naturschutz. Bei Ebbe ist zu Fuß oder mit Pferdekutschen ein Besuch der Insel Neuwerk möglich, von deren Turm man auf Elbe- und Wesermündung blicken kann.
Elbaufwärts zwischen Stade und Buxtehude befindet sich das sogenannte "Alte Land", das im Frühling, wenn die rund 6 Millionen Obstbäume blühen, ein farbenfrohes Schauspiel bietet. Ganz in der Nähe des „Alten Landes" liegt Stade mit seiner mehr als 1000-jährigen wechselvollen Geschichte. Zeugnisse der schwedischen Besatzung zwischen 1648 und 1719 sind heute noch zahlreich zu finden, unter anderem der
Schwedenspreicher
Kurz vor Bremen liegt das ehemalige Moordorf Worpswede, das 1884 von Fritz Mackensen entdeckt wurde. Er und Otto Modersohn, Hans am Ende, Fritz Overbeck, Heinrich Vogeler, Fritz Vinnen und Paula Becker-Modersohn errichteten hier in den folgenden Jahren eine
Künstlerkolonie, Barkenhoff (Stiftung) und schufen dort einige ihrer berühmten Werke.