Was passiert mit dem Kino in einer Zeit, in der im Internet alles jederzeit verfügbar zu sein scheint? Ist es Kino, wenn Filme in Museen ausgestellt werden? Wie funktioniert ein kommunales Kino, wenn es zwischen Digitalisierung und kultureller Filmarbeit an seine räumlichen, technischen und finanziellen Grenzen gerät? Diese Fragen und noch viele mehr behandelten die internationalen Gäste des 17. Internationalen Bremer Symposiums zum Film im Januar 2012 unter dem Titel »Was ist Kino? Auswählen, Aufführen, Erfahren.«

Winfried Pauleit, John Smith, Christine Rüffert und Ingo Klaus (v.l.)
Abgeschlossen wurde das Symposium mit einer Diskussionsrunde zum Thema »The Art of Projection: Moving Images in Cinema and Museum« mit Stefanie Schulte Strathaus vom Arsenal - Institut für Film- und Videokunst e.V., Ingo Clauß, Kurator der Weserburg | Museum für Moderne Kunst, Wulf Herzogenrath, ehemaliger Leiter der Kunsthalle Bremen und dem britischen Filmemacher John Smith, moderiert von Christine Rüffert von der Kooperationsstelle Film der Universität Bremen.

Cornelia Klauß, medienpolitische Sprecherin der Kommunalen Kinos und Karl-Heinz Schmid, City 46
Die Veranstalter vom CITY 46 und der Universität Bremen/ FB 09 sind mit der Publikumsresonanz in der neuen zentralen Spielstätte des Kommunalkinos sehr zufrieden. Rund 1.000 Besucher aus Bremen und ganz Deutschland waren während der drei Tage anwesend und freuten sich über die freundliche und konzentrierte Atmosphäre. Ebenso eingebunden waren Studierende aus verschiedenen Seminaren der Universität Bremen, der FU Berlin und der Universität Braunschweig.

Dominique Païni, ehem. Leiter der Cinémathèque française, des Centre Pompidou, Paris, im Gespräch mit Alexander Horwarth, Dirketor des Österreichischen Filmmuseums (v.l.)
Die Gäste aus Deutschland, England, Frankreich, Österreich und den USA lobten das beispielhafte Konzept des Symposiums in einem Kino Vorträge und Gespräche aus der Filmwissenschaft und Praxis sowie themenbezogene Filmvorstellungen zu kombinieren. Diese spezielle Veranstaltungsform bietet die Chance, die wissenschaftliche und praktische Arbeit mit und um den Film einem breiteren Publikum nahezubringen. Das Thema soll im nächsten Jahr mit anderen Schwerpunkten fortgesetzt werden.
Fotos: Klaas Dierks
Weitere Informationen: www.city46.de
29.02.2012
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