Sendetermin: So/Mo, 19./20.9.10, 1.45 Uhr, ZDF (Erstausstrahlung)
Wer sagt, dass unser Grundgesetz nicht unterhaltsam sein kann? Mit Beiträgen von 25 Drehbuchautoren, 19 Regisseuren und der Unterstützung namhafter Schauspieler, darunter Kurt Krömer, Anna Thalbach, Katharina Wackernagel, Karoline Eichhorn und Anna Loos, hat der Berliner Regisseur und Produzent Harald Siebler unsere Grundrechte, also die ersten 19 Artikel des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland, zu einem besonderen Film komponiert. 149 Minuten und 19 spannende, komische und anrührende Kapitel über unsere Verfassungswirklichkeit: 19 gute Gründe für die Demokratie.
Artikel 1: Die Würde des Menschen ist unantastbar
ADRENALIN FLASH, Regie: Johannes von Gwinner
Ein grelles Horrorstück aus dem Fernseh-Geschäft über die oft längst verspielte Würde des Menschen.
Artikel 2: Freiheit der Person
STEHPLATZ, Regie: Savaş Ceviz
Ein komischer Fall aus dem Drogen-Milieu über die Freiheit der Person.
Artikel 3: Gleichheit vor dem Gesetz / Männer und Frauen sind gleichberechtigt
LADIES FIRST, Regie: Andreas Samland
Eine kabarettistisch-heitere und gleichzeitig realistische Szenenfolge über die Gleichberechtigung der Frau.
Artikel 4: Freiheit des Glaubens / Gewährleistung der Religionsausübung
FREMDES KIND, Regie: Boris Anderson
Ein ernsthaftes - obwohl fast anachronistisch wirkendes Plädoyer für die Glaubens- und Religionsfreiheit.
Artikel 5: Freiheit der Meinungsäußerung und -verbreitung
DER GROSSE VIDEOSCHWINDEL, Regie: Alan Smithee
Ein Gespräch über den irrwitzigen Medienalltag als Kommentar zur Meinungsfreiheit.
Artikel 6: Schutz der Familie - Pflege und Erziehung der Kinder
ALLES WIRD GUT, Regie: Marion Kracht
Wie leichtfertig eine Familie zerstört werden kann - trotz des Schutzes der Ehe und Familie.
Artikel 7: Das Schulwesen steht unter Aufsicht des Staates
DIE LEHRERIN, Regie: Suzanne von Borsody
Eine spielerische Auseinandersetzung mit Fragen der Toleranz als Beitrag zur Freiheit im Schulwesen.
Artikel 8: Versammlungsfreiheit
NIE WIEDER, Regie:Harald Siebler
Eine anrührende, aber gar nicht sentimentale Betrachtung zur Versammlungsfreiheit.
Artikel 9: Recht auf Bildung von Vereinigungen zur Wahrung der Arbeitsbedingungen
HUMAN RESOURCES, Regie: Philipp von Werther, Johannes Harth
Eine Groteske zum Thema Arbeitslosigkeit und zum Recht auf Vereinigungs- und Streikfreiheit.
Artikel 10: Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis
MEIN STÄDTCHEN, Regie: Harald Siebler
Eine hinterhältig-gemütliche Dorfgeschichte zum Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis.
Artikel 11: Freizügigkeit
SCHÖNER WOHNEN, Regie: Marcel Ahrens
Eine heitere Story um ein Paar und das Recht auf Freizügigkeit.
Artikel 12: Freie Wahl des Berufes, des Arbeitsplatzes und der Berufsstätte
DER TRAUMJOB, Regie: Christine Repond
Ein im Endeffekt verblüffendes Vorstellungsgespräch als Diskussions-Beitrag zur freien Wahl des Berufes.
Artikel 13: Unverletzlichkeit der Wohnung
KINDERSICHERUNG, Regie: Sabine Bernardi
Eine spannungsvolle Situation und eine erschütternde Lösung: Gedanken zur Unverletzlichkeit der Wohnung.
Artikel 14: Eigentum, Erbrecht und Enteignung
KASPERS ERBE, Regie: Carolin Otterbach
Die spöttisch erzählte Lebensgeschichte eines Vatermörders als Stoff zum Thema Eigentum und Enteignung.
Artikel 15: Vergesellschaftung von Grund und Boden, Naturschätzen und Produktionsmitteln durch Überführung in Gemeineigentum
PIET MELZER, Regie: Kerstin Polte
Eine zynische Zukunftsperspektive zu den Naturschätzen in den Hoden eines jungen Mannes.
Artikel 16: Ausbürgerung, Auslieferung - Asylrecht
GESCHICHTE EINES ABENDS, Regie: Axel Bold
Eine sehr realistisch-tragische Geschichte aus dem Alltag zum Thema Asyl.
Artikel 17: Beschwerde- und Petitionsrecht
DER PETENT, Regie: David Dietl
Eine Fülle skurriler Beobachtungen und die Erkenntnis, dass Bürger viel mehr Rechte haben als sie wahrnehmen.
Artikel 18: Verwirkung von Grundrechten
ABSPANN ODER DER HELD DER STUNDE, Regie: André F. Nebe
Eine surreale Szenerie: ein nie gebrauchter GG-Artikel wird aktiv - zur Verwirkung der Grundrechte.
Artikel 19: Gewährleistung der Grundrechte
SIEG FÜR S., Regie: Ansgar Ahlers
Eine surrealistischen Tragikomödie über das, was passiert, wenn der Wunsch nach Gerechtigkeit in den Mühlen des Rechtsstaates zermalmt wird.
Produktion: movie members filmproduktion GmbH
Förderung: Bundeszentrale für politische Bildung, Medienboard Berlin-Brandenburg; BKM - Kulturelle Filmförderung des Bundes, nordmedia Fonds GmbH in Niedersachsen und Bremen (Produktion); FFF - FilmFernsehFonds Bayern; MDM – Mitteldeutsche Medienförderung; Kulturelle Filmförderung Mecklenburg–Vorpommern; Kulturelle Filmförderung Schleswig-Holstein
Fotos: Henner Besuch, Ralf Hahmann, Gab Kiess, Nicolai Klosse, Marco Pichler, Thomas Pritschet, Christoph Rau, Jürgen Rocholl, Notker Schweikhardt, Kai Seekings, Tanja Wilker
Siehe auch: GG 19
13.10.2010
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