
Laudatorin Gudrun Landgrebe mit Preisträgerin Emily Atef
Der von der nordmedia geförderte Spielfilm DAS FREMDE IN MIR ist mit dem Studio Hamburg Nachwuchs-filmpreis 2009 ausgezeichnet worden. Bei der Preisverleihungsgala am 3.6.09 nahm Emily Atef den Preis in der Kategorie "Beste Regie" entgegen.
Die Begründung der Jury:
"Rebecca und Julian freuen sich auf ihr erstes Kind. Bei Julian hält die Freude an. Bei Rebecca schlägt sie in Traurigkeit um. Ihr Kind macht ihr Angst. Ihr Kind macht sie wütend, hilflos, müde. Ihre Gefühle sind blockiert. Rebecca leidet unter postnataler Depression. Trotz dieser Diagnose erzählt Emily Atef, eine Absolventin der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin, aber keine Krankengeschichte. Sie erzählt Beziehungsgeschichten: Vom Zerbrechen der Beziehung zwischen Mutter und Vater. Und vom Kampf der Mutter um eine Beziehung zu ihrem Kind.
Emily Atef hat sich entschieden, diese Geschichten mit großem Realismus zu erzählen, bisweilen fast dokumentarisch. Und sie hat sich entschieden, dabei ganz nahe an ihren Figuren zu sein. Figuren, denen die Nähe selbst schwer fällt. Das ist eine Herausforderung an das Publikum. Das ist aber auch der emotionale Motor des Films, der auch deswegen so stark nachwirkt, weil sich Emily Atef für zwei großartige Hauptdarsteller entschieden hat: Johann von Bülow als Julian und die beeindruckende Susanne Wolff als Rebecca."
Gedreht wurde das Drama in Bremen und Berlin, produziert wurde der Film von der Niko Film in Koproduktion mit dem ZDF und ARTE. Seine Uraufführung erlebte DAS FREMDE IN MIR bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes 2008 in der Sektion "Semaine de la Critique". Seitdem hat Emily Atefs für ihren Abschlussfilm auf nationalen und internationalen Filmfestivals viele Preise gewonnen. Der Studio Hamburg Nachwuchsfilmpreis ist bereits der zehnte Preis, mit dem DAS FREMDE IN MIR ausgezeichnet wurde.
Siehe auch: DAS FREMDE IN MIR
Weitere Informationen: www.studio-hamburg.de
Fotos: © Henner Besuch, Markus Schaede
24.09.2009
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