Der mit 6.000 Euro dotierte 3sat-Dokumentarfilmpreis wurde am 8. November 2003 zum Abschluss der 27. Duisburger Filmwoche an den Film DAS PROBLEM IST MEINE FRAU von Calle Overweg verliehen.
In seinem 50-minütigen Dokumentarfilm geht Overweg der Frage des oft verdrängten Themas nach häuslicher Gewalt bei Männern gegen ihre Frauen nach. Er untersucht anhand von inszenierten Versuchsanordnungen mit wirklichen Therapeuten und Schauspielern die Strukturen und Mechanismen dieser Gewalt. Dabei nutzt Overweg bewusst die Ausnahmesituation der Akteure vor der laufenden Kamera aus und kommt zu überraschenden Ergebnissen: "Es müssen tatsächlich wir Männer sein, die ihre männlichen Rollenbilder positiv weiterentwickeln und leben sollten."
"In diesem Film ist alles echt falsch" urteilte die Jury (Isabella Reicher, Wien, Christoph Schneider, Zürich und Fritz Wolf, Düsseldorf) und zitierte damit das Motto der diesjährigen Filmwoche. "Calle Overwegs Methode stammt vom Theater und die Wirkung ist doch unmittelbar und echt. (...) Weil er seine Technik des Inszenierens offen legt, führt er die Zuschauer nicht in die Irre, sondern näher ans Wahrhaftige. Er erweitert damit die Möglichkeiten des Dokumentarischen und wird dem Motto dieser Duisburger Filmwoche in besonderer Weise gerecht."
Gefördert wurde der Film aus Mitteln der Filmförderung des NDR in Niedersachsen.
Siehe auch DAS PROBLEM IST MEINE FRAU
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