Die jüngste deutsche Geschichte bewegte die Gemüter beim diesjährigen Unabhängigen FilmFest Osnabrück: Die Berliner Regisseurin Annekatrin Hendel war mit VATERLANDSVERRÄTER, ihrem Portrait des DDR-Schriftstellers Paul Gratzik, für den Wettbewerb um den mit 5000 Euro dotierten Friedensfilmpreis der Stadt Osnabrück nominiert worden – und hatte die Jury überzeugt: Während der festlichen Preisverleihung wurde die Regisseurin für ihren Film mit dem Preis geehrt, der von der VR-Stiftung der Volks- und Raiffeisenbanken in Norddeutschland und der Volksbank Osnabrück gestiftet wurde.

die Jugend-Jury
Vier weitere Preise wurden zum Abschluss des FilmFests vergeben: Der Filmpreis für Kinderrechte in Höhe von 2.000 Euro, gestiftet vom Fachbereich für Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Osnabrück, wurde der kolumbianischen Produktion PEQUENOS VOCES verliehen. Der Ernst Weber-Filmpreis für Solidarität, dotiert mit 1000 Euro, ging an den Film MORGEN des rumänischen Regisseurs Marian Crişan. Eine Jugend-Jury entschied sich dafür, den Filmpreis für Zivilcourage des Landkreises Osnabrück - ebenfalls mit 1000 Euro ausgestattet - an den britischen Kurzfilm DIP zu vergeben. Der mit 500 Euro dotierte Publikumspreis für den besten internationalen Kurzfilm, vom Studierendenparlament der Universität Osnabrück gestiftet, ging an die spanische Produktion MATAR A UN NINO der Brüder César und José Esteban Alenda.
Veranstaltungen wie der cineastischen Stadtrundgang „A Wall Is A Screen“ und das Stummfilmkonzert in der Johanniskirche, in der der historische Paul Wegener-Film DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM mit Live-Musik vertont wurde, sorgten neben den Filmprogrammen in den drei Aufführungsorten für große Resonanz und begeisterte Zuschauer.
Fotos: Kerstin Hehmann
Weitere Informationen: www.filmfest-osnabrueck.de
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