
Alexander Schlichter und Dirk Peuker (v.l.)
Im Jahr 2002 entwickelte die Stiftung Kulturregion Hannover gemeinsam mit der nordmedia Fonds GmbH ein Stipendien-modell für junge talentierte Kurzfilmer, das bis heute in der Bundesrepublik einzigartig ist. Seit 2006 bietet das Stipendium zudem die Möglichkeit, Erfahrungen in der neuen HD-Technik zu sammeln. Dirk Peuker (Berlin) und Alexander Schlichter (Seelze) waren die ersten beiden Stipendiaten, die ihre Kurzfilme im HD-Format drehten. Die Ergebnisse wurden am 27.9.07 im Kino im Künstlerhaus vorgestellt.

Thomas Schäffer und Walter Kleine (v.l.)
Walter Kleine, Stiftungsvorstand der Kulturregion Hannover, hob in seiner Begrüßungsrede hervor, dass das Ziel des Stipendiums, jungen Talenten einen kreativen Schutzraum für ihre künstlerische Arbeit zu ermöglichen, bei allen Beteiligten auf sehr positive Resonanz gestoßen sei. Dieses positive Feedback bestärke die Stiftung Kulturregion darin, so Kleine, dieses in Deutschland einmalige Stipendienmodell auch in Zukunft fortzuführen. nordmedia-Geschäftsführer Thomas Schäffer unterstrich den Erfolg des Stipendiums und bemerkte, dass ehemalige cast & cut-Stipendiaten mittlerweile auf Filmfestivals in Berlin, Locarno oder Hof eingeladen würden. Herr Schäffer betonte, dass das cast & cut-Stipendium ein wichtiger Baustein der HD-Aktivitäten der nordmedia sei.
Dirk Peuker drehte seinen Kurzfilm SCHIEFER HORIZONT im Frühjahr 2006 in Naturschutzgebieten und unberührten Wäldern der Region Hannover sowie in der futuristisch anmutenden Mergelgrube bei Wunstorf. Enstanden ist eine Parabel über das Miteinander von Jung und Alt. Während der Montage wurde Dirk Peuker vom Tod seines Vaters eingeholt. Im tieferen Sinne musste er nun die zuvor konstruierte Geschichte in die Realität übertragen. Das Ergebnis ist daher ein anderes, als es sich der Filmemacher vor diesem einschneidenden Erlebnis vorstellte.
Der Filmemacher Alexander Schlichter aus Seelze bei Hannover drehte einen Film über den holländischen Künstler Theo Jansen und seine faszinierenden "Strandbeesten". 2006 bis 2007 widmete er sich im Rahmen des Stipendiums intensiv seinem Filmportrait über den Künstler. Zusammen mit seinem Team begleitete er den Künstler insegesamt vier Jahre lang.

ein "Strandbeest" auf dem Opernplatz
Durch die persönliche Beziehung, die in dieser Zeit gewachsen ist, konnte ein sensibles Porträt des Künstlers und seiner Werke sowie seines komplexen Konzeptes gelingen. Anlässlich der Präsentation des Films STRANDBEESTEN im Künstlerhaus war Theo Jansen der Einladung nach Hannover gefolgt und stellte seine Arbeiten auf dem Opernplatz vor. Die niedersächsiche Landeshauptstadt war dadurch die erste Stadt in Deutschland, in der die "Strandbeesten" live zu erleben waren.
10.12.2009
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Förderung bei nordmedia