Der Startschuss für die Umsetzung des Projekts "PAALiativ" fiel Anfang Juni. Das Ziel: Hilfsmittel und Unterstützungsangebote für die häusliche Versorgung schwerkranker Menschen zu entwickeln. Denn für unheilbar Erkrankte soll es einfacher werden, ihre letzten Lebensmonate im gewohnten Umfeld und im Kreise der Angehörigen zu verbringen.
"Wir verbinden mit dem Projekt die Palliative Medizin mit Ambient Assisted Living, also altersgerechten Assistenzsysteme in den eigenen vier Wänden", erklärt Jochen Meyer, Bereichsleiter Gesundheit im Informatikinstitut OFFIS. Dabei soll nicht eine Heilung herbei geführt werden, was bei Patienten mit Krankheitsbildern wie chronischem Lungenleiden und Lungenkarzinom auch nicht möglich ist. "Wir können damit nicht Leben verlängern, aber den letzten Tagen einen Sinn geben", betont Meyer. Dabei sollen Patienten und Angehörige durch ein - technisch unterstütztes - Netzwerk von kompetenten Partnern aufgefangen werden.
Koordinator ist der Regionalverband Weser-Ems der Johanniter-Unfall-Hilfe, für die technische Umsetzung ist OFFIS verantwortlich. Die weiteren Projektpartner sind das Institut für Palliative Care (ipac), das Palliativzentrum Oldenburg am Evangelischen Krankenhaus, das Pius-Hospital Oldenburg, die Disc-Vision GmbH, die onkologische Praxen Oldenburg, Delmenhorst und Westerstede, und der Pflegedienst Ambulant.
Via offis.de
29.06.2010
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