In der europäischen Telemedizin-Modellregion POMERANIA sollen Schlaganfallpatienten künftig mithilfe von Telemedizin eine schnellere Versorgung erhalten. Der Nordosten betritt damit Neuland in einem Notfallbereich, in dem es für die Betroffenen auf jede Sekunde ankommt.
„Diesen elementar wichtigen Zeitfaktor wollen wir in Zukunft mit der so genannten Tele-Stroke, der telemedizinischen Schlaganfallversorgung überbrücken“, kündigte der Vorstandsvorsitzende Prof. Norbert Hosten an. „Der Patient wird dann in das nächstgelegene Krankenhaus gefahren und von dort mit den verschiedenen Experten der Stroke Unit in Greifswald telemedizinisch verbunden. Schlaganfallpatienten können auf diesem Weg mit ihren Befunden innerhalb von Minuten in Zentren vorgestellt werden, um eine bestmögliche Therapie vor Ort zu erhalten.“ Dieses Vorgehen wird in einigen ländlichen und schlecht zugänglichen Regionen Deutschlands teilweise schon sehr erfolgreich praktiziert.
In Mecklenburg-Vorpommern soll nun erstmalig ein Versorgungskonzept mit Schwerpunktkliniken erarbeitet werden. Innerhalb des INTERREG IV-A-Förderprogramms der EUROPÄISCHEN UNION werden die technischen Komponenten für ein Netzwerk zur besseren Versorgung von Schlaganfallpatienten für die beteiligten Kliniken bis zu 85 Prozent finanziert. Seit Anfang des Jahres wird die grenzübergreifende Telemedizin-Modellregion mit 35 Kliniken in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Polen mit 11,4 Millionen Euro gefördert.
Via idw-online.de und E-HEALTH-COM
22.06.2010
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