Klinische Pfade können die Behandlungsqualität sichern, die Verweildauer kürzen und Kosten reduzieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Technischen Universität Dresden in Kooperation mit der Monash University in Melbourne und der Erasmusuniversität Rotterdam.
Das internationale Forscherteam wies nun nach, dass Klinische Pfade mit einer deutlich niedrigeren Komplikationsrate im Krankenhaus (Wundinfektionen, Blutungen und Pneumonie) und einer besseren Dokumentation assoziiert sind. So kommt es bereits bei 17 mit Hilfe dieser Pfadstrategie behandelten Patienten zu einem unerwünschten Ereignis (Komplikation) weniger. Nach standardisierten Abläufen behandelte Patienten konnten das Krankenhaus auch häufig früher verlassen als diejenigen, die nicht nach einem solchen System betreut wurden.
Der durch die Pfade effizientere Betrieb kann für die Krankenhäuser auch einen finanziellen Effekt haben. Die Patienten, die nach einem Behandlungspfad therapiert werden, kosten das Krankenhaus pro Fall je nach Ausgangssituation mehrere hundert bis mehrere tausend US-Dollar weniger.
Die gesamte Studie (englisch) können Sie hier einsehen.
Via tu-dresden.de und aerzteblatt.de
17.06.2010
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