Wie vor kurzem bekannt wurde, stoppt der Verband der privaten Krankenversicherung seine Mitarbeit an der elektronischen Gesundheitskarte (eGK). Die Verbandsmitglieder werden sich nicht am Basis-Rollout beteiligen und alle laufenden Tests abbrechen, "solange keine Investitionssicherheit gegeben ist", verlautete Direktor Volker Leienbach.
Das Bundesgesundheitsministerium verdeutlichte daraufhin in einer Pressemitteilung ihre Entscheidungen zum weiteren Verlauf des Projekts. So werde die elektronische Gesundheitskarte zunächst die sogenannten Stammdaten – wie Name, Geburtsdatum, Geschlecht und Adresse – der Versicherten und einen elektronischen Arztbrief enthalten. Außerdem werden auf ihr Daten vermerkt, die für die Behandlung des Patienten im Notfall lebensnotwendig sein können. Das ursprüngliche Vorhaben, auch Rezepte elektronisch auf der Gesundheitskarte zu laden, wurde zurückgestellt.
Laut Bundesgesundheitsminister Rösler sei diese Einigung eine vernünftige Basis, um zu einem späteren Zeitpunkt weitere Anwendungen hinzufügen zu können. "Es war ein Fehler, alles auf einmal machen zu wollen. Das ist nicht zu schaffen", räumte er ein.
Verbandsdirektor Leienbach verdeutlichte, dass der Ausstieg nicht endgültig sei. Da der PKV-Verband auf eine konstruktive Lösung hoffe, bleibe er weiterhin Gesellschafter der gematik.
Via E-HEALTH-COM, heise.de und bundesregierung.de
17.06.2010
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